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Aalschonzeit in Baden-Württemberg
#1
Aalschonzeit in Baden-Württemberg

Schonzeiten und Mindestmaße für den Aal
Für den Aal gelten folgende Schonzeiten und Mindestmaße:
1. Ganzjährige Schonzeit bis zum 31. Dezember
2012
a) im Rheinhauptstrom ab der Staumauer des
Kraftwerks Eglisau im Hochrhein (Fluss-Kilometer
78,650) bis zur Landesgrenze gegen
Hessen (Fluss-Kilometer 437),
b) in den von Rheinwasser durchströmten Nebenarmen,
Kanälen und Gießen entlang dieser
Strecke,
c) in den Altwässern und Baggerseen entlang
dieser
Strecke, soweit sie in für den Fischwechsel
geeigneter Verbindung mit dem Rhein
stehen und
d) im Neckar und seinen Kanälen ab der Staumauer
des Kraftwerks Neckargemünd (Fluss-
Kilometer 39,2) bis zur Mündung in den
Rhein;
2. Schonzeit vom 1. Oktober bis zum 1. März und
Mindestmaß 50 cm im übrigen Rhein einschließlich
seiner Nebenarme und Kanäle;
3. Schonzeit vom 1. November bis zum 1. März und
Mindestmaß 50 cm im übrigen Einzugsgebiet
des Rheins, soweit es sich um Gewässer mit
für Fische passierbarer Anbindung an den Rhein
handelt.

Das neue Gesetzblatt für Baden-Württemberg ist hier zu finden.
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#2
Schöne Sache! Da der Aaal so gefährdet ist, ist das wirklich gut. Wäre schön, wenn andere Bundesländer mit ihren großen Flussabschnitten folgen würden.
(wenn sie es nicht auch schon umgesetzt haben)
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#3
Hallo,
auch ich befürworte diese Aktion.
Die Frage ist nur, ob das der richtige Hebel ist, an dem gezogen wird.
Ich kenn keine Zahlen, aber ich denke, dass (Hobby)-Angler nur einen Bruchteil von dem Fangen, was an z.B. Glasaalen abgefischt wird und sehe das alles eher als symbolhafte Aktion in die richtige Richtung.

Gruß Fisher
Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#4
Sehe ich auch so, aber es ist der richtige Weg!

Gruß Martin
Wenn ich ne´n (Schluch-) See seh, brauch ich kein Meer mehr!
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#5
Hallo,

über Sinn oder Unsinn läßt sich diskutieren, aber ich sehe es auch als guten Anfang. Nur muß alles andere auch immer wieder an die Öffentlickeit gezerrt werden.

Gruß Gast
Gott mit dir, du land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! Über deinen weiten Gauen ruhe seine Segenshand! Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau und erhalte dir die Farben seines Himmels, weiß und blau!
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#6
Ja was ist denn hier los?
Habt ihr alle neue Politur für euren Heiligenschein geschenkt bekommen?Wink
Schritt in die richtige Richtung....richtiger Weg...wenn ich weniger gut erzogen wäre, würde ich euch fragen ob ihr alle Kreide gefressen habt, dass ihr so säuselt???
Vor kurzem hat sich das noch ganz anders gelesen!

Habt ihr weiter gelesen?
In §20 wird der gewerblichen Aalfischereine riesige Extrawurst gebraten!
Die fangen weiter, da ist von keinen Einschränkungen die Rede!
Die freuen sich...bleibt mehr für sie übrig!
Ebenso juckt das scheinbar in Hessen kein Schwein, da ab Landesgrenze weiterhin fleißig Aale gefangen werden können.
Glaubt doch nicht, dass auch nur ein einziger Aal mehr den Weg ins Meer schafft, nur weil wir Deppen aus Ba-Wü unbedingt wieder den Vorreiter spielen müssen.
Was wir nicht mehr fangen, wird halt mehr von Turbinen zerhäkselt, von Berufsfischern gefangen usw.
Den Aalen, die wir hier nicht mehr fangen wird strengstens verboten, dass sie die Landesgrenze nach Frankreich oder in die Schweiz überqueren, da sie ja dort Gefahr laufen, weiterhin gefangen zu werden.
Der richtige Weg....lasst mich mal laut lachen!

So lange nicht alle ihren Obulus leisten müssen, ist das doch echt fürn Arsch was hier abgeht.
Ihr stellt euch doch auch nicht hin und pisst durchs Kellerfenster, wenn eure Hütte brennt...würde auch nix bringen, aber ihr wärt auf dem richtigen Weg!

Gruß
Norbert
Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
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#7
hallo zusammen,
Schonzeiten und Mindestmasse sind sicher ein guter Anfang. Solange aber in Spanien und Portugal die Glasaale abgefangen werden und in Konservendosen für den asiatischen Markt landen, werden sich die Bestände sicher nicht erholen. Ein sehr wichtiger Teil für die Bestandsicherung des Aal währe die Passierbarkeit der großen Flüsse, damit die Aale auch die Sargossasee zum Laichen erreichen können. Aber es ist halt wie so oft, keiner traut sich wirklich an die Großen.
Grüße
Christoph
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#8
(27.03.2010, 10:19)Fisher schrieb: Hallo,
auch ich befürworte diese Aktion.
Die Frage ist nur, ob das der richtige Hebel ist, an dem gezogen wird.
Ich kenn keine Zahlen, aber ich denke, dass (Hobby)-Angler nur einen Bruchteil von dem Fangen, was an z.B. Glasaalen abgefischt wird und sehe das alles eher als symbolhafte Aktion in die richtige Richtung.
Gruß Fisher

Jungs, Andi, Bertram und ich sehen das genauso wie ihr, siehe oben!
Aber einer muß nun mal den ersten, wenn auch kleinen Schritt tun.
Gegenseitige Schuldzuweisungen mit gleichzeitiger Verweigerung eigener Schutzmaßnahmen bringen uns aber auch nicht weiter!
Wenn wir Angler (zeitlich begrenzt) auf den Aalfang verzichten sind die Berufsfischer im Zugzwang, und können nicht mehr ihr tun mit dem Verweis auf die Angler rechtfertigen.
Dann kann auch hier die Politik regelnd eingreifen, hoffe ich zumindest.
Und soviel Zeit zum Streiten mit den anderen Interessengruppen haben wir nicht mehr, denn dann gibt es bald gar keine Aale mehr.
In Schweden z. B. gibt es an den meisten Gewässern bereits seit ein- bis zwei Jahren Aalfangverbote für Angler, wir sind also nicht die ersten.
Ich verstehe aber auch Eure Aufregung da Ihr auf Aal fischt und ich wäre auch nicht begeistert wenn der Zanderfang verboten werden würde!

Gruß Martin
Wenn ich ne´n (Schluch-) See seh, brauch ich kein Meer mehr!
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#9
Hallo,

@rstfeeling: Deine Argumentation ist durchaus nachvollziehbar. Und Ich bin ehrlich gesagt auch blauäugig wie ich bin davon ausgegangen, dass es auch für Berufsfischer Einschnitte geben wird. Was wohl ein kapitaler Fehlgedanke ist.

Aber Maro hat es in seinem letzten Beitrag ziemlich genau auf den Punkt gebracht. Alle schreien "Aalfänge gehen zurück" "Keine Aale mehr" usw.
Aber einen Anfang macht keiner. Dein Beispiel mit dem Brennenden Keller auspinkeln mag zwar zutreffen, aber nehmen wir mal an, eine Gruppe pinkelt gemeinsam in ein Lagerfeuer? Was passiert dann? Sofern es nicht zu groß ist kommt es ganz schön ins straucheln. (Wenn die Kollegen entsprechend genug getrunken haben Big Grin)

Worauf ich hinaus will: Irgendjemand muss mal ein Zeichen setzen und anfangen etwas dagegen zu tun, anstatt nur zu jammern. Ich hoffe (auch wenn ich es nicht wirklich glaube) dass alle anderen Aalbestanddezimierenden (was für ein Wort) Parteien in Zugzwang geraten und mitziehen müssen.

Allerdings habe ich noch nicht die Lebenserfahrung um beurteilen zu können, wie dies weitergehen könnte/wird.

Gruß Andi
Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#10
Hey Andi Smile

Ja klar...wenn ne ganze Gruppe ins Feuer pisst, dann geht was...keine Frage!
Aber wenn das nur einer tut, wirds höchstens nach verbrannten Haaren stinken,
weil die Flammen nich kleiner werden!
Das ist ja grade!
Nur die Gruppe kann was erreichen und in dieser gruppe, als Teil der Gruppe,
bin ich gerne bereit, auch zu verzichten und mein Scherflein beizutragen.
Nur so wie das jetzt hier läuft, ist das ein absolutes No go!
Der Lachs hier im Rhein, ja sogar in ganz Deutschland und in vielen Nachbarstaaten
ist ja auch für ALLE(!) tabu und man unternimmt sogar GEMEINSAME(!) Anstrengungen
um ihn zu fördern, wieder ansässig zu machen...leider musste er dafür erst hier aussterben.
So weit braucht es doch beim Aal nicht kommen!
JETZT SOFORT ein generelles Fangverbot, wie beim Lachs, verhängen und
sich gemeinsam darum kümmern, dass die bestände wieder hochkommen.

So wie das jetzt läuft, werden andere ernten, was wir Angler durch unseren (selbst erzwungenen) Verzicht säen.
Wie man hier sieht, bestätigt sich wieder mal meine Signatur.

Gruß
Norbert

P.S.: [ironie]Habe gutes Fanggerät für Aal günstig abzugeben. Jemand Interesse?[/ironie]
Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
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