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Kormoran gesichtet
#1
Sad 
Hallo,

in den letzten Tagen habe ich die ersten Kormorane wieder hier bei uns in Zell gesichtet. Erst nur ein einzelner im Flug, gestern 2 am Ufer einer Staustufe der Wiese.
Auch im letzten Jahr konnte ich fünf Exemplare im Winter regelmässig beobachten, wie sie talaufwärts flogen, bzw. nach einem Fischzug ihr Gefieder trockneten.
Auffällig ist dieses Jahr, daß sie wesentlich früher hier sind. Worauf das zurückzuführen ist, kann ich mir im Moment noch nicht erklären, aber was es für den Forellenfluß Wiese bedeutet, wenn sie hier heimisch werden und eine Kolonie gründen, kann sich ja jeder denken.

Mich würde mal Eure Meinung dazu interessieren! Willhaben

Gruß Gast
Gott mit dir, du land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! Über deinen weiten Gauen ruhe seine Segenshand! Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau und erhalte dir die Farben seines Himmels, weiß und blau!
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#2
Kormorane... *Uwe flucht*
Wir haben sechs Tiere bei uns am (und leider auch zu oft im) See. Egal wann man kommt, ob man angelt oder nur eine Arbeitspause macht, diese *Uwe flucht* Viehcher kommen ständig mit Fischen im Schnabel zurück an die OberflächeSad.
Leider stehen diese (Fisch-)Räuber unter Naturschutz, was ein abschießen leider nicht erlaubt.
Grüße Uwe
catch the carp with...

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#3
Hallo,

ein interessantes Thema, wie ich finde.

Ich habe absolut nichts gegen Kormorane.
Im Gegenteil, ich finde es sehr possierliche Tiere.
Allerdings müssen die Bestände in Grenzen gehalten werden.

Denke, dass die 2-3 Schrarzfischer keinen so riesigen Schaden anrichten werden.
Sollten es allerdings mehr werden, dann sollte VERNÜNFTIG der Bestand reguliert werden.
Es ist nur immer sehr schwer, hier ein richtiges Mittelmaß zu finden.
Die Interessen gehen hier auch stark auseinander.
So wollen Angler den Kormoranbestand natürlich so gering wie möglich halten,
wo hingegen Vogelfreunde einen hohen Kormoranbestand anstreben werden.

Ihr merkt wahrscheinlich schon, worauf ich hinaus möchte:

Es ist schier unmöglich eine für alle Seiten akzeptable Regelung zu finden.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Kormoranpopulation in der Zukunft entwickeln wird.

Gruß Fisher
Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#4
Naja ich muss sagen zum Glück hat es bei mir oben in Gresgen am Weiher noch kein so mist Vieh. Mir reicht schon der Reiher der mir in diesem Jahr meinen Forellenbestand um etliche geschrumpft ha. Man sollte aber echt ein Mittelmaß finden, um den Bestand der Kormorane zu regulieren
Gruß Wolfi
Petri Geil und Nichts am Seil sag ich da nurAngler
WWW.Fischweiher-Gresgen.de
Speisefischzucht & Verkauf
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#5
Klar sind es schöne Tiere, nur wenn sie in einem Baggersee die halben Fischbestände wegfressen, ist das (in meinen Augen) zu viel des Guten. Nach dem Motto: Zu viele Köche verderben den Brei...

Vom anderen Blickwinkel gesehen können wir froh sein, dass es wieder so viele Kormorane gibt. Wie Andi schon gesagt hat, man wird es (leider) nie allen recht machen können, denn wo liegt hier das gesunde Mittelmaß?

Herzlichste Grüße Uwe
catch the carp with...

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#6
Hi,

am Main kann ich auch so eine Kormoransiedlung beobachten. Man erkennt das sehr gut an den kahlen Bäumen (der Kormorankot ist ätzend). Da sitzen teilweise bis zu 15 Vögel drin. Ich habe das beim Angeln mal durchgezählt. Schön wäre es, wenn man die Kormorane gezielt auf Schwarzmeergrundeln abrichten könnteWink

Gruß
Wassermann
Gruß
Wassermann

Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#7
....Komorane auf Schwarzmeergrundeln abrichten...gröööllHurra
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#8
Abknallen das Viehzeug, und einen übriglassen, damit er es den nachfolgenden erzählen kann!
Ne war ein Scherz - Alle abknallen!!! Winknudge

Kormorane sind ursprünglich eigentlich "Küstenvögel" und haben an unseren "kleinen" Binnengewässern nichts verloren.
Früher sorgten Fressfeinde dafür, das sie sich im Binnenland nicht halten konnten, aber die fehlen heute.
Wenn dann sowas auch noch unter Schutz gestellt wird, dann gute Nacht!
Aber unsere "Herren Ornitologen" haben ja "soviel" Ahnung von den Zusammenhängen der Natur, besonders von denen unter Wasser!
Seit neuestem sind ja laut den Vogelkundlern plötzlich die Waller allerorten für rückläufige Fischbestände verantwortlich?!
Und diese schwarze Pest dann in etwas höherer Stückzahl an Gewässern wie der Wiese sind die reinste Katastrophe!
Siehe Bayern, wo sie ganze Äschenbestände in kleineren Flüssen vernichtet haben!

Gruß Martin
Wenn ich ne´n (Schluch-) See seh, brauch ich kein Meer mehr!
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#9
Hallo,

scheinbar hat es sich unter den schwarzen Gesellen herumgesprochen, daß es in der Wiese zartes "Salmonidenfilet" im Sonderangebot gibt. Zwischenzeitlich treiben sich 7 Stück davon hier regelmäßig herum.

Ich stimme da meinem Vorredner zu, bevorzugte Landeplätze auskundschaften, eine unauffällige Deckung herrichten, bei der Witterung Schneetarnanzug und Schrotpatronen in der Stärke 3,5 bis 4 mm. Das ideale Kormoranfutter.

Gruß Gast
Gott mit dir, du land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! Über deinen weiten Gauen ruhe seine Segenshand! Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau und erhalte dir die Farben seines Himmels, weiß und blau!
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#10
Naja, ganz so hart würde ich an die Sache nicht rangehen. Ich verstehe die Frustration, gerade wenn man als Angler im Verein organisiert ist, jede Menge Arbeitsstunden leistet, um die Gewässer zu säubern, Laichplätze für Fische zu schaffen, sich für die Renaturierung ganzer Gewässerabschnitte bemüht und teure Besatzmaßnahmen durchführt - und dann siedelt sich eine Kormorankolonie an, die in kurzer Zeit einen ganzen Gewässerabschnitt leerfischt. Besonders bei den Salmonidenbeständen tut das richtig weh. Es tut nicht nur dem Angler weh, dessen Arbeit zunichte gemacht wird, sondern auch der Natur, da das Ökosystem geschädigt wird. Jedoch sind die Probleme auf höherer Ebene angesiedelt: Warum fehlen denn die Fressfeinde des Kormorans? Wieso hat er es so leicht diese ökologische Nische zu besetzen? Wenn man nach der Antwort auf diese Fragen sucht, dann kommt man den eigentlichen Problemen schon näher. Trotzdem stellt der Kormoran eine akute Gefahr für die Fischbestände dar - auch weil er sich eben nicht nur über den meist reichlich vorhandenen Weißfischbestand hermacht - wie der Wels - sondern sich teilweise richtiggehend auf Salmoniden spezialisiert. Um Bestandsdezimierung beim Kormoran kommt man aus meiner Sicht nicht herum, jedoch kann die Lösung auch nicht "alle abknallen" sein. Viel besser wäre aus meiner Sicht eine Regulierung über die Gelege. In besonders akuten Fällen kann auch ein Vergrämungsabschuss einzelner Vögel oder eine Abschussquote genehmigt werden. Teilweise gibt es letzteres ja schon - nur sind die Fronten beim "Dafür" und "Dagegen" zu verhärtet und aus diesem Grund wird manche nötige Maßnahme erst gar nicht durchgeführt. Vogelschutz und Gewässerschutz/Fischschutz lassen sich durchaus gemeinsam bewerkstelligen - nur sicher nicht mit einseitigen Argumenten auf beiden SeitenWink

Gruß
Wassermann
Gruß
Wassermann

Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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