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Glück, schmerzende Arme und ein unvergessliches Erlebnis
#1
...sind die Erinnerungen, die mir von heutigen Tag wohl noch lange bleiben werden.
Gegen 9 Uhr traf ich mich gemeinsam mit einem Angelfreund an einem Saalewehr um dort mit der Spinnrute auf Döbel zu fischen.
Da ich eine Wathose dabei hatte, stellte ich mich direkt an den sprudelnden Wehrschuss ins Wasser und versuchte zunächst mein Glück mit Spinner. Doch nur ein kleiner Döbel fand daran gefallen.
Das Wasser war nach den Regenfällen am gestrigen Tag leicht angetrübt und so wechselte ich auf einen kleinen Spro Power Catcher-Wobbler in Firetiger. Hatte mir mal zwei von diesen sehr günstigen Wobblern (kosten nur ca. 4 Euro) gekauft um erstmal zu testen ob, die überhaupt was taugen. Überraschender Weise ist das Laufverhalten topp, nur die zu kleinen Orginaldrillinge hatte ich vorsorglich gegen größere ausgetauscht.
[Bild: 130507133935VeitWels1.jpg]
Mit dem Wobbler lief es besser als mit Spinner. Einige Fehlattacken und zwei gute Döbel gingen zunächst darauf. Dann ein weiter Wurf flussabwärts und plötzlich durchfuhr ein starker Ruck meine 50 g- Harrison-Spinnrute und gleichzeitig begann die Bremse meiner 3000er Spro-Red Arc mit 8 kg-Geflochtener von Gamakatsu zu kreischen. Was das war, wusste ich sofort: Welskontakt! Schon drei schöne Uriane bis 1,28 m hatte ich an diesem Wehr in den letzten Jahren auf kleine Kunstköder gefangen und erst vor gut einer Woche einen weiteren durch Ausschlitzen verloren. Gezielt beangelt hatte ich die Bartelträger aber nie und dementsprechend immer viel Glück gehabt, sie mit "normalem" Gerät gelanden zu haben.
Ich begab mich mit der gekrümmten Rute sofort ans Ufer, da dort die Landungschancen besser waren.
Da ich nur ein 5 kg-Stahlvorfach vor den Köder geschaltet, hatte -schließlich waren ja Döbel die Zielfische- hoffte ich, dass der Wels nicht allzu groß ist. Aber bald wurde klar, dass dies nicht der Fall war, denn selbst wenn ich mal ein paar Meter Schnur auf die Rolle zurückgewinnen konnte, wurde kurz darauf doppelt soviel wieder runtergezogen. Es blieb nichts anderes übrig als dem Fisch zu folgen. Das stellte sich aber schwieriger dar als gedacht, denn das Ufer war durch überhängende Äste und steile Böschung nicht mehr begehbar und das Wasser wurde immer tiefer und so kam es, dass mir dann auch bald die Wathose voll gelaufen war. Doch das war jetzt egal, immerhin war der Fisch ja trotzdem noch nicht verloren. Allmählich wurden die Fluchten etwas kürzer, aber aufgegeben hatte der Wels noch lange nicht. Ich konnte ihn nun aber davon abhalten noch weiter flussabwärts zu ziehen und hatte selbst einen Fleck erreicht, wo ich zumindest sicher stehen konnte, aber noch etliche Minuten zog der Fisch vor meinen Füßen seine Kreise. Mittlerweile hatten sich etliche Spaziergänger hinter mir angesammelt, die das Spektakel beobachteten. Die ersten beiden Landungsversuche scheiterten, auch mein Angelfreund konnte da nicht viel machen. Beim dritten Mal gelang dann aber endlich nach ca. 45minütigem Drill der Wallergriff und erst jetzt wurden mir die Ausmaße dieses Monster richtig klar.
Gemeinsam mit meinem Kollegen konnte ich den Fisch dann die Böschung hochtragen. Begeisterung und Schrecken des Publikums hielten sich wohl die Waage. Die Messung des recht dicken Welses ergab 1,55 m. Damit war es der bislang größte Fang meiner Anglerlaufbahn. Eine Waage war leider nicht zur Hand, aber schwer hat er sich auf jeden Fall angefühlt. Smile Unglaublich, dass das nicht gerade kräftige Gerät diesem Fisch standgehalten hatte! Da sieht man mal was man modernem, hochwertigen Material alles zumuten kann, wobei man natürlich auch drillen können muss.
Mit letzter Kraft gelang es mir, den Fisch für ein paar Fotos in die Höhe zu stemmen. Auch einige der Touris zückten gleich Handy bzw. Digicam, denn so einen Fisch sieht man als Nichtangler in Natura sicher nur einmal im Leben.
[Bild: 130507132812Wels4.jpg]
[Bild: 130507140607VeitWels2.jpg]
[Bild: 130507140704VeitWels3.jpg]
Einen großen Dank an meinen Angelkollegen für die Hilfe bei der Landung und das Fotoschießen und natürlich auch an Petrus, dass ich diesen genialen Fang machen durfte.
Da Welse in Sachsen-Anhalt momentan noch Schonzeit haben, durfte der Urian wieder zurück in die Saale.
Ich beendete den Angeltag mit zerschrammten Händen, schmerzenden Armen, nassen und verschleimten Klamotten und einem unvergesslichen Glücksgefühl.
Petri Heil wünscht Veit!

Und immer dran denken:
Nicht jeder Fisch muss in die Pfanne!
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#2
Saugeiler Wels Veit!Willhaben

Das hört sich nach einem unvergesslichen Angelerlebnis an und ich wäre da gerne dabeigewesen! Wink

Petri Heil zum Dicken!

PS: Irgendwann geh ich auch mal auf
Wels angeln- einfach geile Fische!
Eat- Sleep- Go Fishing!
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#3
Wie GeilGlückwunsch zu diesem tollen Fang!

Mensch, das ist wirklich genial. Dass es dir dabei die Rute nicht zerlegt hat.... Da kamen wohl Glück und Feingefühl zusammen.

Die zerschrammten Hände heilen schon wiederWink An den Fisch wirst du dich wohl noch lange erinnern.

Gruß
Enrico
Gruß
Wassermann

Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#4
Dickes Petri Veit!!!!
Du bist ja ein verrückter Hund.Bravo

Gruss Tommy!
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#5
Dickes Petri
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#6
Pooooh,
was für ein Monster..... kann man nur sagen, wirklich ohne Neid,
...........Petri Heil!!!!

und weiterhin so viel Erfolg!!! Und in der Hoffnung, dass der Niederrhein auch mal solch schöne Monsterchen hergibt....????

Gruß, Netroutier
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#7
Hallo und auch von mir ein ganz fettes Petri!!!Ylsuper
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#8
sersn
echt cooler wels super teil
petri veit
catch the carp with...

[Bild: banner-cc.jpg]
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#9
ich kann die Bilder nicht öffnen:-(
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#10
(11.08.2008, 14:50)Qualle schrieb: ich kann die Bilder nicht öffnen:-(

Die Bilder wurden von einer externen Seite verlinkt und der Link ist "tot". Die Bilder sind also über den Link nicht mehr erreichbar...

Gruß
Wassermann
Gruß
Wassermann

Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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