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Was haltet ihr vom Gaff/Gaffen?
#1
Hallo liebe Mitglieder des A&A-Anglerforums!

Die letzte zu diesem Thema geführte Diskussion "Diskussion über den Einsatz des Gaffes" hatte ich geschlossen. Ich war wohl etwas vorschnell mit meiner Entscheidung. Ich hätte doch etwas abwartender an die Situation herangehen müssen.

Zum Thema Gaffen scheint jedoch ein hoher Diskussionsbedarf zu bestehen, wie ich auch zahlreichen Zuschriften per PN entnehmen konnte. Ich halte es daher für richtig, ein neues Thema zu eröffnen, in dem man zwar kontrovers aber bitte ohne Anfeindungen ("...dir müsste man den Schein wegnehmen..." usw.) über das Thema diskutieren kann. Streiten ist nicht gleich anfeinden, solange man es vernünftig und kultiviert tut.

Vielleicht hilft es, sich vorweg mal diesen Artikel durchzulesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gaff

Das soll aber keine "aktive Meinungsbildung" (Propaganda) sein, sondern nur zur Information dienen.

Ein Hinweis: Die Meinungen der Admins müssen nicht immer euren Meinungen entsprechen. Ihr könnt auch anderer Meinung sein. Vielleicht klingen diese Sätze komisch, aber der Hinweis hat seinen Grund.

Ein zweiter Hinweis: Bitte respektiert auch andere Meinungen!

Ich danke allen, dir mir ihre Meinung per PN mitgeteilt haben!

Nun also los! Was haltet ihr vom Gaff?

Gruß
Wassermann
einer der Admins
des A&A-Anglerforums
Gruß
Wassermann

Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#2
Na dann werfe ich mal den ersten Stein..Wink
Pauschal lässt sich diese Frage schwer beantworten, da man zumindest zwischen Süß- und Salzwasser unterscheiden muss!

Im Süßwasser fällt mir auch nach angestrengtestem Nachdenken kein Grund ein, ein Gaff zu verwenden!
Es gibt außer dem Wels hier keinen Fisch, der nicht in einen Kescher passen würde und beim Wels ein Gaff einzusetzen....das ist ein Basi wert!
Hier reicht ein stabiler Handschuh, ein wenig Mut, ein wenig Geschick und kräftige Arme...seine Unterlippe ist fast besser zu greifen als ein Koffergriff!
Für Hecht und Zander taugen große Karpfenkescher, welche mit Bügellängen von 1m zu bekommen sind. Hierin findet jeder Fisch Platz!
Falls man sich nicht so einen Kescher zulegen möchte, gibt es immer noch die Lippengreifer, welche auch ausgezeichnet vom Boot aus eingesetzt werden können!

Mit Kutterfischen auf dem Meer habe ich sehr wenig Erfahrung, aber das was ich bisher erlebt und gesehen habe, lässt einen gänzlichen Verzicht auf das Gaff nicht zu, aber dann bitte nur in der Hand eines Erfahrenen, der auch damit umgehen kann!
Hohe Bordwände, Dorschdoubletten und starker Seegang in Verbindung mit schweren Fischen lassen ein Herausheben mit der Rute oft nicht zu. Hier kommt dann das Langgaff zum Einsatz.
Vom Big Game reden wir gar nicht. Hier kommen sehr oft sogenannte "fliegende Gaffs" zum Einsatz um den Großfisch längsseits zu bekommen, wo er dann getötet werden kann.

Meine Meinung also:
Kein Gaffeinsatz bei der Süßwasserfischerei!
Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
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#3
Gaffen ist nicht gut, was mach man oder Besser gesagt der Fisch wenn man ihn Gafft und er wider abkommt und sich dabei Verletzt ?
Stell euch mal vor man Gaffst ihn ( einen 1m und Hecht oder auch einen Meerfisch) und er macht einen schlänker und reist sich dabei die Kimmen auf und er entkommt euch dann auch noch .
Was machst ihr dann, ich weis es ihr Ärgerst euch weil er abgekommen ist !
Aber der Fisch der geht Qualvoll zugrunde.Wallbash

Und darum ist das Gaffen nicht Fischgerecht.
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#4
Moin

so also ich auch nochmal... Basi

@rstfeeling

du hast meine vollste Zustimmung.
Finde deinen Beitrag auch übrigends sehr gut geschrieben und kommt auf alle Fälle nicht so stur wie die Beiträge von Gery rüber.
Im Süßwasser halte ich ein Gaff auch für überflüssig, im Meer allerdings mehr nützlich als einen Kescher.


Und nun zu Gery

Sagmal hast du dir meine Beiträge eigentlich mal durchgelesen?
Ein Meeresfisch der aus mehr als 20m Wassertiefe hochgepumpt wird ist so gut wie tot, er hat keine Überlebenschancen mehr. Adios

Nach dem Hochpumpen liegen die Fische dann ruhig an der Oberfläche und bewegen sich kein Stück mehr. Genau jetzt kommt das Gaff zum Einsatz.


Ein Fisch der ordentlich gegafft ist, kommt 100% nicht mehr vom Gaff los. Außer es ist 'ne Meerforelle, der würde ich sogar einen Sprung vom Gaff zutrauen Beerchug
Aber ich würde keinem Angler zutrauen, eine Forelle jemals vernünftig auf das Gaff zu bekommen. Wink
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
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#5
Hallo

Was mich zu diesem Thema noch interessieren würde:
Welche Alternativen würdet ihr aufzeigen?

es wird nur gegen eine Benutzung des Gaffs gegiftet, aber die Vorschläge ein solches Gaff zu ersetzen halten sich in grenzen.

Jetzt kommt ja wieder die Zockerzeit. Dann gibts auch mal hofentlich wieder nen Schönen Zander drauf.

Nun hab ich letztes Jahr die schlechte Erfahrung mit dem Keschern gemacht. Konnte zwar alle Fische landen, aber mit 2 Drillingen im Kescher wurde ich dann nicht mehr froh. Nun sieht mein Kescher wie ein Schweizer Käse aus und das freut mich weniger.

Es gibt ja die möglichkeit einer Handlandung.
Aber ihr müsst mir auch hier rechgeben, dass es ziemlich riskant ist ohne Erfahrungen auf diesem Gebiet nen Fisch mit der Hand zu landen, der auch noch 6 Hakenspitzen im Maul hat. Ich jendenfalls traue mir das nicht zu.

Kescher lehne ich ja mittlerweile auch ab.

Was mir noch einfällt sind diese Neumodischen Fischgreifer, kann mir aber nicht vorstellen, dass diese sonderlich gut funktionieren, wenn der eine Drilling im Oberkiefer und der andere im Unterliefer hängt. Zumal ein Zander ja meist sein Maul zusammenpresst.

Sonstige akzeptable Alternativen fallen mir jetzt wirklich auch nicht ein.

Würde mich da gerne belehren lassen und mir neue Vorschläge anhören.

gruß fisher Wink
Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#6
Zitat:es wird nur gegen eine Benutzung des Gaffs gegiftet, aber die Vorschläge ein solches Gaff zu ersetzen halten sich in grenzen.

Hmm...ich konnte noch kein "Gegifte" gegen das Gaffen fest stellen.
Es wurde argumentiert, warum es nicht für gut befunden wird.
Alternativen habe ich dir genannt und zwar Kescher...den du nicht magst...und die Lippengreifer, welche du so betitelst:
Zitat:Was mir noch einfällt sind diese Neumodischen Fischgreifer, kann mir aber nicht vorstellen, dass diese sonderlich gut funktionieren, wenn der eine Drilling im Oberkiefer und der andere im Unterliefer hängt

Hast du so ein Teil schon mal benutzt? Ich glaube nicht so wie du schreibst, aber du urteilst drüber!
Zitat:kann mir aber nicht vorstellen, dass diese sonderlich gut funktionieren

Die Dinger sind echt nicht schlecht und packen richtig zu! Je mehr Zug auf das Teil kommt, desto größer ist die Haltekraft...streng nach dem physikalischen Satz: Kraft erzeugt Gegenkraft!
Grade Bootsfischer schätzen diese Lippengreifer.
Nicht alles "neumodische" ist schlecht und wenn wir alle an den alten Zöpfen festgehalten hätten, würdest du jetzt nicht übers Gaffen diskutieren, sondern Höhlenzeichnungen anfertigen
Ein Gaff ist und bleibt für mich völlig indiskutabel!
Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
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#7
@ rstfeeling:

Es wurde zu Beginn des Threads sehr arg gegiftet, dass hast du halt nicht mitbekommen.

ZU diesm Lippengreifer:

Ich habe vor kurzem einen in der Hand gehabt und ich muss sagen, überzeugt bin ich nicht. Kann mir nicht vorstellen, dass man den Fisch so leicht greifen kann, vor allem wenn man alleine im Boot ist.
Außerdem haben die Fische ihr Maul auch oft geschlossen, wie Fischer schon sagte.
Zum schluß muss noch gesagt werden, dass gegen den Einsatz eines Gaffes wegen der scheinbaren verletzungen diskutiert wird.
Aber schaut euch mal die funktion eines Lippengreifers an und dann könnt ihr nicht sagen, dass der Fisch dann unverletzt ist, denn der Greifarm muss fest sitzen denn sonst ist der Fisch weg.
Eat- Sleep- Go Fishing!
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#8
#hallo

Bei grossen Fischen, Kiemendeckelgriff. Das ist meiner Meinung nach die sauberste lösung einen Fisch zu landen. Wenn man vom Ufer angelt muss man halt ein Stück ins Wasser gehen um den Fisch nahe genug an sich heran zu bekommen.

Es funktioniert eigentlich wie das gaffen. Man führt die Hand in den Kimendeckel vor dem ersten Kiemenbogen ein und hebt den Fisch an. Der sollte am besten ausgedrillt sein dann bleibt er auch ruhig. Wenn man ihn erstmal angehoben hat bleibt er auch ruhig weil ihn die Schwerkraft dazu zwingt. Nun hat man den an einer Hand vor sich hengen und kann nun einfachst die Haken lösen weil die Fische bei diesem Griff meistens( vielleicht auch immer?) das Maul aufreissen. Es giebt auch Kettenhandschuhe um sich vor Drillingen zu schützen.

Wenn der Fisch so gross ist, kann man meistens davon ausgehen dass man einen Rogner in der Hand hält, der als kapitaler vertreter Art seiner sehr viel mehr Laich produziert als seine kleineren Verwanten. In diesem Fall könnte man auch nobler weise an ein zurücksetzen denken, in der Hoffnung dass er noch größer wird und dabei einiges an Nachwuchs produziert.( Ein sechziger Zander reicht doch auch locker um drei bis vier mal davon satt zu werden). Vielleicht fängt man ihn drei bis vier Jahre später noch einmal und hat dann seinen "Traumfisch" in der Hand?

gruss ralf
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#9
Zitat:Aber schaut euch mal die funktion eines Lippengreifers an und dann könnt ihr nicht sagen, dass der Fisch dann unverletzt ist, denn der Greifarm muss fest sitzen denn sonst ist der Fisch weg.

@johannes
Die Verletzung, die beim Fisch entsteht ist einzig und allein eine kleine Quetschung im Maulbereich. Das gibts kein Loch, keine Schramme...nix!
Eine völlig unblutige Geschichte...da verursacht der Haken beim Fang mehr Schaden.
Wie ich schon erwähnt habe, bewirkt die besondere Konstruktion eines Lippengreifers, daß die Zugkraft, welche vom Greifer wegführt, direkt in die Klemmkraft an den Klemmbacken umgeleitet wird.

Zitat:Kann mir nicht vorstellen, dass man den Fisch so leicht greifen kann, vor allem wenn man alleine im Boot ist.

Mangelnde Fantasie sollte kein Grund sein, eine Neuerung abzulehnen....nur Versuch macht kluch! Wink
Auch ich habe gesagt: Wasn das fürn Kram!...als mein Kollege mit dem Ding ankam, aber ich habe mich damit beschäftigt und ihn ausprobiert.
Jetzt hängt dieses handliche und leicht zu bedienende Teil beim Spinnfischen immer an meinem Gürtel und im Boot liegt es neben mir.
Das Greifen vom Boot aus ist leichter als man denkt und wenn die Klemmbacken mal zugefasst haben und der Bediener den Zug hält gibts es kein Auskommen mehr für den Fisch.
Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
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#10
Zitat:Man führt die Hand in den Kimendeckel vor dem ersten Kiemenbogen ein und hebt den Fisch an. Der sollte am besten ausgedrillt sein dann bleibt er auch ruhig. Wenn man ihn erstmal angehoben hat bleibt er auch ruhig weil ihn die Schwerkraft dazu zwingt. Nun hat man den an einer Hand vor sich hengen und kann nun einfachst die Haken lösen weil die Fische bei diesem Griff meistens( vielleicht auch immer?) das Maul aufreissen. Es giebt auch Kettenhandschuhe um sich vor Drillingen zu schützen.

Hi zecht
Dieser Griff ist was für unerschrockene und erfahrene Angler. Solange man mit einem einzelnen Drilling fischt und sein Sitz überschaubar ist, klappt so ein Kiemengriff auch ganz gut.
Problematisch wird es bei mehreren Drillingen, wie sie z.B. an größeren Wobblern zu finden sind. Hier wird der Kiemengriff zum Risiko....ein Drilling in der Hand und am anderen ein zappelnder Hecht...der Tag ist dann gelaufen....und die nächsten zwei Wochen ebenso!

Dies Kettenhandschuhe schützen vor Schnittverletzungen, aber nicht vor durchstechenden Haken, weil dazu die Abstände zu groß sind.
Sie verringern zwar das Risiko von einem Haken erwischt zu werden, aber ein Schutz sind sie nicht!
Außerdem ist so ein Handschuh schwer mit einer Hand anzuziehen (in der anderen Hand hast du die Rute mit dem Fisch dran) und von Anfang an den Handschuh zu tragen geht auch nicht, weil er doch sehr in der Feinmotorik und im Tastgefühl behindert.
Nur weil die Klugen immer nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
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