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Was haltet ihr vom Gaff/Gaffen?
#21
Hallo,

das Pro und Kontra des Unterrfangkeschers kennen wir nun. Und die einen oder anderen Vorurteile, oder aber, dass wir jene oder welche Methode bevorzugen.

In einem stimme ich überein, dass ein Gaff nichts mit Friedfisch oder Raubfischangeln zu tun haben sollte.

Einzig sollte es in der Hochseefischerei hin und wieder seinen Platz haben.

Wichtiger erscheint es mir aber eine waidgerechte Lösung zu finden, die auch Tierschutzkonform ist. Es sollte dem Tier so wenig Schaden und Stress wie möglich zugefügt werden.

Ich weiss nicht, ob es eine ähnliche Methode  (ausser bei der Karpfenangelei ) noch gibt, aber ich kann mir vorstellen den Fisch über eine Art von Abhakmatte aus Gummi zu führen, dass dieser dann schonend behandelt werden kann. Also ein Kompromiss zwischen Handlandung und Kescher.

Mir persönlich ist der knotenlose Unterfangkescher ausreichend, der Stress des Fisches hält sich in Grenzen, denn meinen ( massigen ) Fisch den ich fange, muß ich sowieso gleich töten. ( den anderen, untermassigen oder geschonten, behandele ich genau so vorsichtig und setze ihn zurück )

Ich glaube an dieser Stelle zu erwähnen, dass Catch and Release nach dem Tierschutzgesetz in Deutschland verboten ist, erübrigt sich ja von allein.

Alle anderen Methoden wie Welsgriff, Handlandung usw. sind ja auch hinreichend beschrieben und sollten auch jedem Angler bekannt sein und haben ihre Begründung.

Also, abschliessend meine ich, nur die schonenste Methode kann für den Fisch die richtige sein.


In diesem Sinne, Petri Heil

Netroutier
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#22
Bin überzeugter Handlander. Kescher nerhme ich nur zum Karpfenangeln mit, ansonsten hab ich nie irgendwas dabei und bekomme die Fische trotzdem aus dem Wasser.
Gaffen finde ich auf deutsch gesagt kacke.
Petri Heil wünscht Veit!

Und immer dran denken:
Nicht jeder Fisch muss in die Pfanne!
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#23
Netroutier schrieb:Ich glaube an dieser Stelle zu erwähnen, dass Catch and Release nach dem Tierschutzgesetz in Deutschland verboten ist, erübrigt sich ja von allein.

Gib mir dazu mal eine ordentliche(!) Quelle...Wink
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
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#24
Oh, mal wieder ein C&R-Thema?Wink

Naja, über reines also 100%iges Catch&Release brauchen wir hier wohl nicht zu reden, oder?
Über andere Sachen, wie dem gelegentlichen Zurücksetzen aus bestimmten Gründen ("persönliches Schonmaß" oder auch mal ein Riesenfisch, der für die Küche nicht mehr geeignet ist usw.) gibt es viele Meinungen, aber nach meinem Kenntnisstand keine gesicherte rechtliche Grundlage (Grauzone oder bloß kein Verbot???) - da muss ich Fynn beipflichten. Meine persönliche Meinung ist, dass man durchaus mit gelegentlichem Zurücksetzen aus bestimmten Gründen moralisch und gesetzlich konform gehen kann.

Zurück zum Gaff: Würde jemand ernsthaft eine kleine Bachforelle gaffen??? Wie wäre eure Meinung zum Gaffen bei großen Fischen, bei denen man weiß, dass man sie mitnehmen kann und darf (besonders auf's Meeresangeln bezogen)? Die Antworten auf meine Fragen lasse ich mal offen.

Gruß
Wassermann
Gruß
Wassermann

Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#25
Nein Enrico ich will kein C&R Thema entfachen Wink
Es geht mir ganz einfach darum, dass es kein Gesetz gibt, das C&R klar und deutlich verbietet. Ist leider ein weit verbreiteter Irrtum Wink

Meine Meinung zum Gaffen habe ich hier shcon kund getan, und auch nächste Woche in Norwegen wird jeder vernünftige Fisch, der knapp hängt gegafft und fertig. Punkt aus...
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
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#26
@ Wassermann: Dieses Argument ist richtig. Ein Fisch bei dem man schon vorher weiß, dass man ihn mitnimmt kann man natürlich schon gaffen. Auch wenns nun wieder aufs Thema C&R zurückgeht, aber irgendwie find ichs trotzdem unestetisch, aber mann kanns ja keinem zum Vorwurf machen... Ist aber eher eine Frage des persönlichen Geschmacks und natürlich kein Argument pro bzw. contra Gaff.
Mich prägt immernoch das Erlebnis, wie ich dabei war als einem kapitaler Zander voller Laich der Gaff voll durch den Schädel gehauen wurde. Fand ich schon etwas widerlich.

PS: Ich esse selbst gerne Zander und nehme mir dementsprechend auch immermal einen mit.
Petri Heil wünscht Veit!

Und immer dran denken:
Nicht jeder Fisch muss in die Pfanne!
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#27
@Fynn: Was, wie - Norwegen, Urlaub?Wink
Ich wünsche dir dicke Fische und mir einen Fangbericht von dir (<- wg. des SatzesBig Grin)

Gruß
Wassermann
Gruß
Wassermann

Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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#28
Fynn_sh schrieb:
Netroutier schrieb:Ich glaube an dieser Stelle zu erwähnen, dass Catch and Release nach dem Tierschutzgesetz in Deutschland verboten ist, erübrigt sich ja von allein.

Gib mir dazu mal eine ordentliche(!) Quelle...Wink


Hallo,
wie gesagt, es gilt das Tierschutzgesetz... und ich hoffe diese Quelle ist Dir wohl ordentlich genug!!?? Hier zur Verdeutlichung vielleicht einige nachfolgende Sätze.

Ich versichere Dir aber, auch und gerade, als Mitglied des Vorstandes eines Angelvereines, dass ich mich mit dieser Materie bestens vertraut gemacht habe, schon im eigenen und im Vereinsinteresse.
Ich hatte einmal vor kurzer Zeit ein gutes Gespräch mit einem Staatsanwalt, der mir versicherte,

Zitat: "Wer einen maßigen, nicht geschonten Fisch zurücksetzt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz."

Wenn der Staatsanwaltschaft dieses bekannt wird, leitet sie ein Verfahren ein.

Das wohl paradoxe an der ganzen Angelegenheit ist, daß es nach dem Fischereirecht, tatsächlich nicht verboten ist, einen maßigen Fisch wieder zurückzusetzen.

Erwähnt ist hier im Fischereirecht das Aneignungsrecht, über eine Aneignungspflicht finden wir hier nichts.

Man könnte also meinen, wenn wir nur das Recht, aber nicht die Pflicht zur Aneignung haben, dann kann ich auch jeden Fisch wieder zurücksetzen.

Mit Nichten, denn:

Mit dem zurückgesetzen Fisch schwimmt aber auch der "vernünftige Grund" davon.

Das heißt, der vernünftige Grund ( Hege oder Verzehr ), der es
erlaubte, einem Fisch durch den Fang mit der Angel Schmerzen zuzufügen, fällt im Nachhinein weg, wenn ich den Fisch zurücksetze.
Und ohne "vernünftigen Grund" verstößt das Angeln gegen das Tierschutzgesetz.

Denn: Und nun folgt der genaue Gesetzestext des § 1 Tierschutzgesetz.


Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen.

Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.


Heißt also: Wer catcht, darf nicht releasen, denn wer releast, durfte nicht catchen.... Sign3_doll

Allein diese Rechtsgrundlage gibt mir und vielleicht auch allen Zweiflern die Rechtssicherheit.
Andere Länder um mich herum haben mich nicht zu interessieren, wenn ich im eigenen Land fische.
Erst wenn ich in einem anderen Land fische muß ich die Rechtsvorschriften des Landes einhalten.
Hier geht es um ganz klare rechtliche Vorschriften. Und wer sie nicht einhalten möchte, handelt immer aus eigener Verantwortung.


Also, in diesem Sinne, Petri Heil

Gruß Net(t)routier
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#29
Hehe und allein aufgrund dieses ganzen Gesetzeswirrwahrs setze ich mit gutem Gewissen sehr oft Fische zurück und stehe auch öffentlich dazu.
Oder wer glaubt, dass ein Gericht überhaupt eine wasserdichte Urteilbegründung zusammenbekommen könnte mit diesem Hintergrund?! Ein solches Urteil wäre sofort anfechtbar!
Der theoretische Gesetzestext ist doch uninteressant, entscheidend ist, wie sich das ganze in der Praxis umsetzen lässt.
Petri Heil wünscht Veit!

Und immer dran denken:
Nicht jeder Fisch muss in die Pfanne!
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#30
Ich schreibe hier mal eine persönliche Betrachtung (damit das klar istWink):

Die eine Frage und der Knackpunkt ist die Definition von Leiden bzw. der Fähigkeit dazu, die andere die Definition des "vernünftigen Grundes". Ziel des Tierschutzgesetzes ist es, dem Tier ein unnötiges Leiden zu ersparen. Bei der Jagd ist das sicher etwas klarer, denn da sieht der Jäger normalerweise was er vor der Flinte hat. Beim Angeln kann man mit der Wahl der Angelmethode und des Köders eine gewisse Eingrenzung machen, aber man kann nicht verhindern, dass auch mal ein längenmäßig oder zeitlich geschonter Fisch anbeißt. Diesen geschonten Fisch muss man ja sofort und möglichst schonend zurücksetzen. Was ist jetzt aber, wenn ich persönlich (ob nun aus "kulinarischer Abneigung" oder wegen einer Unverträglichkeit) keinen Karpfen esse, aber z.B. Rotfedern, Rotaugen, Schleien und Brassen gerne fange und auch esse? Muss ich dann den beim Angeln auf Rotfedern versehentlich gefangenen Karpfen abschlagen und mitnehmen? Fehlt dann nicht auch der "vernünftige Grund" laut Tierschutzgesetz? Setzt man diesen Fisch beim Zurücksetzen größerem Stress aus, als den sowieso gerade geschonten Fisch? Der Vorsatz beim Angeln spielt hier doch auch eine Rolle. Gehe ich ans Wasser, um jeden Fisch zu releasen oder release ich den Fisch, weil ich ihn nicht verwerten kann. Angeln ist eben nicht immer so selektiv möglich, wie die Jagd. Weiterhin bleibt offen, ob der gefangene und schonend zurückgesetzte Fisch Leiden empfunden hat. Stress sicherlich, aber ist kurzfristiger Stress Leiden? Stress ist ja auch natürlich, beim Kampf ums Futter, der Flucht vor einem Räuber usw. Ein geschonter Fisch empfindet doch sicherlich den gleichen Stress beim Fang und dem anschließenden verpflichtenden Zurücksetzen, oder?

Das Tierschutzgesetz hat seinen guten Grund.
So einfach ist das mit der Auslegung des Tierschutzgesetzes aus meiner Sicht jedoch nicht. Ich bin kein Angler, der reines Catch&Release betreibt, sondern eher ein "Kochtopfangler". Aber ich kenne genug Aussagen von anderen Anglern, auch von Vereinsvorständen, die ihr "persönliches Schonmaß" für bestimmte Fischarten haben. Die andere Sache ist die: Ein Angelverein kann das Schonmaß und die Schonzeiten an seinen Gewässern verschärfen, also über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen. Macht dies der einzelne Angler, ist das etwas anderes?

Das Mitnehmen jedes maßigen und nicht anderweitig geschonten oder geschützten, gefangenen Fisches ist sicher der rechtlich einfachere und nicht anfechtbare Weg. Ob es nun der bessere ist, sei mal dahingestellt und ob der des begründeten Zurücksetzens der falsche ist, auch.

Gruß
Wassermann
Gruß
Wassermann

Miteinander diskutieren ist besser, als gegeneinander.
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