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Auf Zander mit totem Köderfisch
#1
Hallo Zanderspezis,
ich habe eine Frage zum Thema Anhieb beim Ansitzangeln auf Zander mit totem Köderfisch an der Posenmontage.
Ich und mein Angelkumpel waren gestern Abend am Schluchsee um den Zandern nachzustellen.
Zuerst mal ein paar kleine Barsche gestippt(Lauben wollten nicht beissen bzw. Barsche waren schneller:-)) und dann per Einzelhaken und Ködernadel aufgezogen. So das der Einzelhaken vorne seitlich aus dem Maulwinkel schaute. Die Pose wurde so ausgebleit, dass der KöFi auf Grund lag.
Ich bekam dann auch recht schnell den ersten Biss. Mein fischiger Gegner nahm schön Schnur. Ich habe gewartet bis er stehen blieb und habe dann als der 2 Run erfolgte angeschlagen. Kurz spürte ich auch Gegenwehr und merkte irgendwas ist da dran. Plötzlich hatte ich dann einen HängerSadEs ging gar nix mehr. Wir sind dann rausgerudert und haben versucht von der Seeseite aus die Schnur zu lösen. Leider ohne Erfolg! Ich musste abreissenSad
Ich tippe jetzt mal das mir da ein Aal an den Haken ging. Die wickeln sich gerne mal um Wurzeln und so weiter. Das kenne ich vom Rhein als wir noch auf Aal fischen durften.
Alles wieder neu montiert und wieder raus mit dem Kram. Halbe Stunde später wieder geht meine Pose auf Tauchstation. Diesesmal nicht gewartet bis er stehen blieb sondern nach einigen Metern Schnurabzug angeschlagen. Sitzt denke ichWink Doch leider nicht lange. Ein kräftiges Schütteln und der Spuk war vorbei. Das Köderfischen sah anschliessend immer noch aus wie neu. Wie kann das denn sein? Ich tippe auf einen Zander da das Schütteln nicht auf einen Aal hindeutete. Aber warum waren am Köfi keine Bisspuren?

Lange Rede kurzer Sinn. Wie macht ihr das mit dem Anhieb beim Zanderangeln mit KöFi? Wie lange wartet ihr?
Da ich in Sachen Zander noch Jungfrau bin erhoffe ich mir von euch ein paar Tipps.

Vielen Dank im Vorraus

Gruss

Stephan
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#2
Gute Frage, würd mich auch ineressieren wie die Naturköderpros das so machen. Ich habe bei den wenigen Ansitzen, die ich mache, auch immer Probleme mit Fehlbissen oder versemmelten Anschlägen. Hab schon versch. Anköderungen und Wartezeiten vor dem Anhieb versucht aber ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis. V.a. vom Boot aus, wenn es mich seitlich verdriftet krieg ich keinen Biss verwertet. Und den Fisch schlucken lassen bis er den Köder scheißt will ich auch nicht.

Merci für eure Antworten.
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#3
same for meWink
Eat- Sleep- Go Fishing!
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#4
Da bin ich ja schon mal froh nicht alleine zu seinBig Grin

Bin sonst auch immer mit der Spinnrute unterwegs. Auf Hecht hatte ich schon oft Erfolg mit Köfi. Da ist es eigentlich recht einfach. 20cm Rotauge dran und 2 Drillinge. Da kann man ohne lange zu warten anschlagen. Hatte bis jetzt wenige Fehlbisse.

Gruss

Stephan
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#5
Wo sind die Köfi-Pros? Push!!!
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#6
Alsoooooooo ....

ich hab die letzten 2-3 wochen folgende Erfahrungen gemacht, wobei ich gleich dazusagen muss, ich habe ca. 10-15 Zander gefangen, aber kein einziger war massig (alle zwischen 40 und 50 cm). Doch ich denke meine Erfahrungen lassen sich auf maßige Exemplare übertragen.

Köder: Barsche, 5-7 cm lang, tot.
Montage: feine, schlanke Pose, gut ausgebleit, wenns möglich war so in der Tiefe eingestellt, dass der Köfi etwa 50 bis 100 cm ÜBER Grund war.
Anködern: Einzelhaken, relativ klein, Monofilvorfach, und den Barsch so am Rücken eingehakt, dass er in "natürlicher Schwimmstellung" im Wasser liegt.

Extra Trick: 15 cm oberhalb Haken ein 2 Gramm Bleischrot aufgeklemmt, und die Pose auf der Hauptschnur laufend mit Schnurstopper. Dann kann man eine Rute auslegen und "warten", während man mit der zweiten Rute weit auswerfen kann, KöFi absinken lassen, 15-30 sekunden warten - dann etwas einholen, nur 1-2 meter, wieder absinken lassen, 15-30 sekunden warten, wieder etwas einholen .... usw. So kann man wunderbar mit totem KöFi für "leben" sorgen, und ich habe mit der "aktiven" Methode mit Abstand die meisten Bisse bekommen, meist direkt nach dem Absinken des Köderfisches. Und man kann eine ordentliche Fläche nach Zandern absuchen.

Auf die Methode kam ich per Zufall, hatte beim Ausnehmen meiner auf Wurm gefangenen Barsche bemerkt, dass diese fast alle (scheinbar als Hauptnahrung) kleine Jungbarsche im Magen hatten. Dann wollte ich mit der Methode auf Barsche angeln, und wende diese Methode nun seit 3 Wochen an.

Gefangen hab ich damit nun die besagten 10-15 Zander, etwa 10 ganz gute Barsche, 5-6 Hechte zwischen 45 und 55 cm sowie 1 maßigen mit 60 cm, 1 Döbel mit 45 cm, und einen Aal (noch bei Tageslicht am frühen Abend) mit 88 cm und ca. 1,5 kilo (er war wirklich armdick! mein grösster je gesehener und gefangener Aal).

Ich angle seither nur noch so und horte reichlich mini-Barsche Wink

Viel Erfolg beim nachmachen wünsch ich!

Ah: Ich habe in meinem Aquarium zuhause nen Trupp Barsche (8 Stck, 20 cm lang) schwimmen, welche ich ab und zu mit Minibarschen füttere. So konnte ich deren Fress- und Raubverhalten wunderbar studieren. Barsche werden als "Opfer" wegen ihrer Rückenflosse ausnahmlos Kopf voran geschluckt. sitzt dann am Rücken ein nicht allzugrosser Haken, geht der Anhieb eigentlich NIE ins Leere. Ich habe nicht einen einzigen Anhieb versemmelt.
Und die Hechte habe ich alle mit dem Monofil Vorfach gelandet, ohne dass auch nur ein einziger die Schnur durchgesäbel hat. Beim Drill eben vorsichtig sein.

Zeit zwischen "Pose taucht ab" und Anhieb: stets ca. 1 Minute, und vor dem Anhieb langsam "auf Tuchfühlung" gehn, um sicher zu stellen, dass beim Anheben der Rute die Schnur auch gleich gespannt ist. Keine wilde, blinde Anhauerei. Hat ein guter Fisch den Köder gepackt, ist es überflüssig, schnell und hektisch anzuhauen wie ein wilder, und dabei mit nem Schnurbogen etwas zu vergeigen. Lieber Schnur langsam straffen, Schnurbogen beseitigen, und dann mit Gefühl "eins draufgeben". Klappt immer.

Viel Erfolg!
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#7
@Loggchen
Vielen Dank wunderbare Erklärung, und viel mehr als nur ein einfacher Tipp.

Ich habe so auch schon schöne Erfolge gehabt, allerdings an Gewässern die ich kenne, und auch weiß wo dort die Zander und Barsche stehen.
Barsche haben als Köderfisch einen entscheidenden Vorteil, man kann sie x-mal werfen ohne dass sie in eine andere Richtung wie unsere Montage fliegen ;-), ich ködere auch bei dieser Art des Fischens öfters im Maul an, was auch gut geht.

Angler
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#8
@Loggchen
Super Erklärung und gute Tipps. Dachte immer auf Zander eher den Köfi auf Grund auslegen. Fischt du die beschriebene Methode auch Tagsüber erfolgreich?
Kleiner Barsch als Köder hat sich bei uns auch bewährt. Sind einfach zu beschaffen und zumindest was die Bisse angeht stehen sie auf dem Speiseplan der Räuber.
Ich hatte 2, mein Kumpel ebenfalls 2 Bisse. Aber leider alle 4 Bisse versemmeltSad

Ich werde deine Methode auf jedenfall mal ausprobieren.

Danke

Gruss

Stephan
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#9
Hallo Loggchen,

Vielen Dank für die Tipps!

Wie Köderst du die Barsche denn bei der aktiven Methode an?
Auch am Rücken? dann würde er aber unnatürlich seitlich schwmmen?
Oder ist das der Trick? Oder eher am Kopf bei der aktiven Methode?

Gruß Johannes
Eat- Sleep- Go Fishing!
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#10
Merci für die schöne Ausführung und genaue beschreibung.
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