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Angeln mit Partikel-Köder
#1
Partikel sind seit langer Zeit ein super Angelköder. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Sorten auf dem Markt, von denen einige
sehr gut zum Angeln geeignet sind. Ein großer Vorteil der kleinen Hülsenfrüchte, Saaten oder Nüsse ist der geringe Preis, gerade bei
Abnahme großer Mengen. Doch einfach ein Loch in die Bohne bohren und am Haar anbieten, ist nicht genug. Die Partikel müssen vorher
richtig zubereitet werden. Hier werden 14 Partikelsorten und ihre
Zubereitung vorgestellt:



Weizen:

Weizen wird in den meisten Fällen zum großflächigen Vorfüttern verwendet. Gerade die Brassen, die sich meist vor den Karpfen am
Futterplatz einfinden, können sich stundenlang mit den kleinen Körnern beschäftigen. Dieses Korn ist gerade in überfischten
Gewässern fängig.

Zubereitung: Auf ein Kilo Weizen kommen eineinhalb Liter heißes Wasser.

Quellzeit: 24 Stunden im geschlossenen Eimer. Dann haben die Körner die richtige Konsistenz.


Mais:

Mais ist einer der bekanntesten Partikel zum Anfüttern, oder als Köder überhaupt. Mais ist vielfältig als Köder oder Lockfutter
einsetzbar und in großen Mengen kostengünstig an Mühlen und Raiffeisenmärkten zu bekommen. Weicht man die Körner einfach nur
drei bis vier Tage ein (nicht kochen!), fangen sie an zu säuern. Diese säuerlichen Körner haben eine unheimliche Anziehungskraft auf
Karpfen.

Zubereitung: Auf ein Kilo Mais kommen zwei Liter kaltes Wasser.

Quellzeit: 18-24 Stunden. Zehn bis fünfzehn Minuten aufkochen und im geschlossenen Topf abkühlen lassen.
Die aufgeplatzten Körner geben später im Wasser mehr lockende Aromen frei.


Gerste und Hafer:

Dieses Weichgetreide wird ebenfalls zum Anlegen von Partikelfeldern eingesetzt. Günstig zu bekommen ist es bei Mühlen und
Raiffeisenmärkten. Gerste und Hafer eignen sich gut zum Aromatisieren und Färben. Setzt man beim Einweichen ein wenig
Kondensmilch zu, so entwickelt sich später unter Wasser eine milchige Futterwolke.

Zubereitung: Auf ein Kilo Hafer oder Gerste kommen zwei Liter heißes Wasser.

Quellzeit: 12 Stunden


Sonnenblumen- und Kürbiskerne:

Dies sind ohne Frage zwei Exoten unter den Partikelködern. Die kleineren Sonnenblumenkerne eignen sich allerdings nur zum
Füttern. Dagegen lassen sich die Kürbiskerne auch als Hakenköder verwenden. Diese Saaten weisen ebenfalls einen hohen Anteil an
gut verdaulichen Kohlehydraten und Ölen auf. Bitte nicht durch den Preis abschrecken lassen.

Zubereitung: Beide Saaten nehmen schnell Wasser auf. Auf ein Kilo Sonnenblumen- oder Kürbiskerne kommt ein Liter kaltes
Wasser.

Quellzeit: 2-3 Stunden


Hanf:


Hanfkörner sind aufgrund ihres hohen Ölgehaltes gut verdaulich. Vom Aussehen her sind sie eher unauffällig dunkelbraun bis schwarz
gefärbt. Weicht man sie ein und kocht sie anschließend, dann platzen sie auf und ein weißer Kern tritt hervor. Jetzt sind sie einsatzbereit.
Eine gute Futterplatzgrundlage, um Karpfen lange am Futterplatz zu halten.

Zubereitung: Auf ein Kilo Hanfkörner kommen eineinhalb Liter kaltes Wasser.

Quellzeit:12 bis 14 Stunden, dann kurz 10 Minuten köcheln.


Leinsamen:


Leinsamen sind sehr gut für Partikelmischungen einsetzbar. Sie sind sehr ölhaltig und haben einen hohen Kohlehydratanteil. Ähnlich wie
Hanfsamen, machen sie die Anfütterung noch verdaulicher für die Karpfen.

Zubereitung:Auf ein Kilo Leinsamen kommen ein Liter heißes Wasser.

Quellzeit:ungefähr drei Stunden. Gekocht werden Leinsamen nicht, da sonst die Körner zu weich werden.

Kidneybohnen:

Die Kidneybohnen vor dem Gebrauch unbedingt zehn Minuten kochen, da sie roh für Mensch und Tier giftig sind; dann erst
einweichen. Als Köder sowie zum Anfüttern sind sie hervorragend geeignet. Bei den geschmacksneutralen Kidneybohnen lohnt sich der
Einsatz von Aromen.

Zubereitung:
Auf ein Kilo Bohnen kommen 2 Liter Wasser.

Quellzeit:Aufkochen, ungefähr 10 Stunden quellen lassen und erneut 10 Minuten kochen.


Schwarzaugenbohnen:

Diese Bohnensorte, am Haken angeboten, führt wegen ihrer weißen Farbe an den meisten Gewässern recht schnell zum Erfolg. Die
Schwarzaugenbohne ist nahezu in jedem Supermarkt leicht zu bekommen. Da sie sättigend ist, sollte beim Füttern auf geringe
Mengen zurückgegriffen werden. Während des Einweichens bringen zugefügte Aromen oder Süßstoffe Duft in die Bohnen. Alternativ kocht
man die eingeweichten Hülsenfrüchte zur Aromaverstärkung in Tomatensuppe oder Brühe auf.

Zubereitung:
Auf ein Kilo Bohnen kommen zweieinhalb Liter kaltes Wasser.

Quellzeit: 12 Stunden. Danach die Bohnen 15 Minuten köcheln lassen.


Wachtelbohnen:

Diese Bohnensorte ist sehr gut für Langzeitfutterplätze geeignet. Durch ihre natürliche Farbe ist sie unauffällig und die Karpfen müssen
länger nach ihr suchen. Diese Partikel sollte man großflächig aber in geringer Menge füttern. Da diese Sorte einen angenehmen
Eigengeschmack hat, benötigt man keine zusätzlichen Aromen.

Zubereitung:Auf ein Kilo Wachtelbohnen kommen zweieinhalb Liter warmes Wasser.

Quellzeit: ungefähr 12 Stunden. Danach 20 Minuten köcheln lassen.


Kichererbsen:

Sie sind die klassischen Partikelköder überhaupt. Schon im natürlichen Zustand ein super Angelköder, der aber mit
Lebensmittelfarbe und/oder Aromen unschlagbar wird. Vor dem ersten Ansitz sollte man durch großzügiges Anfüttern mit
Kichererbsen die Neugierde der Karpfen wecken.

Zubereitung: Auf ein Kilo Kichererbsen kommen 2 Liter kaltes Wasser.

Quellzeit: 12 Stunden, dann 20 Minuten köcheln lassen.


Erdnüsse:


Diesen Köder müssen mindestens 24 Stunden im kalten Wasser eingeweicht werden, damit die Karpfen nach dem Fressen keine
Verdauungsbeschwerden bekommen. Außerdem enthalten sie Giftstoffe, die erst durch das Kochen neutralisiert werden. Die Nüsse
verlieren durch das Kochen an Aroma. Schüttet man die Erdnüsse ohne Flüssigkeit nach dem Kochen in eine Plastiktüte und setzt ein
wenig Flavour hinzu, ergibt sich ein attraktiver Köder.

Zubereitung:
auf ein Kilo Erdnüsse kommt ein Liter kaltes Wasser.

Quellzeit: 24 Stunden einweichen, danach 2,5 Stunden köcheln lassen.


Tigernüsse:

Der absolute Topköder unter den Partikelködern. Wer das erste Mal Tigernüsse kocht, wird einen säuerlichen Geruch wahrnehmen. Nicht
abschrecken lassen! Dies ist völlig normal. Geben Sie die zubereiteten Tigernüsse in einen geschlossenen Behälter und lassen
Sie diesen stehen, bis sich um die Nüsse eine Art Sirup gebildet hat. Nun sind sie einsatzbereit.

Zubereitung: Auf ein Kilo Tigernüsse kommt ein Liter kaltes Wasser.

Quellzeit:24 Stunden, dann 30 Minuten köcheln lassen.


Kernige Top-Tipps:


Erbsen und Bohnen können direkt am Haken oder am Haar angeboten werden. Bei der Anköderung von Bohnen darauf achten,
dass sie seitlich aufgezogen werden. Andernfalls würden sie aufplatzen und beim Wurf abfallen. Dosenbohnen und Erbsen aus
dem Supermarkt sind nicht gut geeignet, da sie zu weich und in Salzwasser eingelegt sind - Und darauf stehen die Karpfen
überhaupt nicht.

Daher sollten die Körner im trockenen Zustand bei Mühlen oder Raiffeisenmärkten gekauft werden. Für Farben und Aromen sind
Erbsen und Bohnen bestens geeignet. Gerade die Kichererbsen sind sehr saugstark und nehmen Aromen gut auf.

Beim Zubereiten darauf achten, Aromen und Farbstoffe bereits während des Quellens zuzusetzen. So werden die Zusätze gut
aufgenommen und beim Kochen nicht herausgekocht.

Autor: Gast


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