Hi Forellengemeinde,
hab hier ein paar Anregungen zum Thema Forellenangeln am Fließgewässer. Ich finde, dass wir beim Fischen auf Salmoniden möglichst schonungsvoll und mit etwas Weitblick und Verständnis mit Gewässern und den Tieren umgehen sollten, um nachhaltig Freude am Hobby zu haben und auch um die Akzeptanz für die Fischerei im allgemeinen zu erhöhen. Beim Forellenfischen gilt es dabei folgende Besonderheiten zu beachten.
Salmoniden sind besonders empfindliche Lebewesen. Ihre Schleimhaut ist besonders empfindlich und auch gegenüber Stress sind sie besonders empfindlich. Auch was die Wassertemperatur betrifft, sind sie besonders anspruchsvoll. Bei Bachforellen ist es so, dass sie Wassertemperaturen über 18 Grad nur für einen bestimmten Zeitraum tolerieren können. Wassertemperaturen über 26 Grad bedeuten besonders für größere Exemplare den sicheren Tod.
Wenn wir nun bei Wassertemperaturen über 18 Grad fischen gehen, bedeutet das für die Fische, die released werden (müssen) zusatzlichen Stress, den sie häufig nicht überleben, weil sie sich im warmen Wasser nicht vom anstrengenden Drill erholen können. Sie schwimmen zwar weg, sterben aber bald darauf. Deshalb ist es sinnvoll, ein Thermometer mit sich zu führen, um die Wassertemperatur im Zweifel überprüfen zu können und um ein Gespür dafür zu bekommen, bei welchen Witterungsverhältnissen und Abflussverhältnissen, das Angeln zu verschieben ist. Die Fische beissen bei hohen Wassertemperaturen ohne hin nicht mehr besonders eifrig und eher kleine Fische gehen noch an den Haken. Deshab an warmen Tagen lieber morgens fischen, statt mittags und abends
Um die Fische zu schonen und um spannende, gefühlvolle Drills erleben zu können, sollte auf den Widerhaken verzichtet werden, um die Fische beim Abhaken nicht zu sehr zu verletzen und zu schwächen. Auf den Widerhaken zu verzichten ist nach meiner Meinung Ehrensache und zeichnet den gewissenhaften Sportfischer aus.
Des Weiteren ist darauf zu achten, dass das Abhaken schnell geschieht, wobei der Fisch dabei möglich wenig Berührung mit der (wenn überhaupt nassen) Hand erfahren sollte, um die Schleimhaut nicht zu verletzten und um damit tödlichen Verpilzungen vorzubeugen. Der Fisch sollte wenn nötig nicht zu fest in der Hand gehalten werden, um inneren Verletzungen vorzubeugen. Drills sollten nicht unnötig lange dauern, um die Kräfte des Fisches zu schonen.
Fliegenfischen ist die schonendste (Fliegen weden i.d.R. nicht geschluckt) und für mich schönste und fängigste Art zu fischen. Die Verwendung von Naturködern endet oft ungewollt tödlich für Fische, die nach der OP wieder freigelassen werden. Dass der Fisch danach lebhaft losschwimmt, ist oft eher ein trügerisches Zeichen...
Habt ihr weitere Tipps, worauf man achten sollte?
Grüße, Frank
Hi Kami,
schade, dass du nichts gefangen hast.
versuchs mal mit unbeschwerten (für natürliche Bewegung) tschechischen Nymphen in natürlichen dunklen Farben der Größe 12. Bei der Montage ein kleines Blei 15cm vor den Köder schalten, um ihn auf Tiefe zu kriegen. Das Vorfach sollte insgesamt eher etwas länger sein. ...Barben stehen drauf
[Bild ansehen]