Hi,
Hardmono ist in den Eigenschaften mit Fluorocarbonschnur vergleichbar. Meines Erachtens nach ist es auch nichts wirklich anderes als eine dicke Flourocarbonschnur. Willst du ein dünnes, hechtsicheres Vorfach haben, dann kann ich nur gute Stahlvorfächer (7x7...) empfehlen. Gute Stahlvorfächer sind um einiges dünner und flexibler als Hardmono. Damit man Hardmono bzw. Fluorocarbonschnur als hechtsicher bezeichnen kann, muss man nämlich richtig dicke Durchmesser verwenden. Mindestens 0,50 mm, wenn nicht sogar 0,60 mm Durchmesser sollten es schon sein. Solche Durchmesser können dann aber schon locker mit der tiefen E-Seite auf der Gitarre mithalten
[Bild ansehen] Knoten lässt sich dass dann nicht mehr so toll, zumal die Schnur steifer ist als herkömmliches Monofil. Also bleiben nur Quetschhülsen, und damit muss man sicher sehr gefühlvoll zu Werke gehen - wie aus dem Beitrag von Stefan ersichtlich wird. Ich selbst habe Quetschhülsen nur bei Stahlvorfächern verwendet, noch nie an Monofil, kann also keine Erfahrungen beisteuern.
Lange Rede, kurzer Sinn... So halte ich es mit den Vorfächern:
Beim Barschangeln kommt bei mir ein Fluorocarbonvorfach ab ca. 0,25 mm Durchmesser zum Einsatz. Hier kommt es mir nicht so sehr auf die (bei dieser Stärke nicht vorhandene) Bissfestigkeit des Materials an, sondern eher auf die "Unsichtbarkeit" unter Wasser und die hohe Abriebfestigkeit von Fluorocarbon.
Beim Zanderangeln kommt Fluorocarbon mit 0,34 mm Durchmesser zum Einsatz (angeg. Tragkraft: 7,8 kg). Allerdings nur, wenn die "Hechtgefahr" im Gewässer gering ist.
Beim Hechtangeln oder bei großer Hechtgefahr kommt 7x7-Stahlvorfach zum Einsatz.
Das Stahlvorfach ist bei mir mind. 30cm lang, teilw. auch bis 50cm, die Fluorocarbonvorfächer haben ca. 1m bis 3m Länge. Stahl wird mit Quetschhülsen befestigt, Fluorocarbon lässt sich in den oben angegeben Stärken einfach knoten (zw. Hauptschnur und Vorfach doppelter Grinnerknoten, am Wirbel einfacher Grinnerknoten).
Gruß
Wassermann