shorty schrieb:Also meiner Meinung nach sind beide Rollenbremsenarten brauchbar, wenn die Rolle von guter Qualität ist.
Ich stimme hier Simons Meinung zu, wobei ich aber nur noch ausschließlich Frontbremsmodelle kaufe! Was aber nicht ausschließt, das die eine oder andere von mir gefischte Rolle noch mit Heckbremse ausgestattet ist!
Ich habe aber die Erfahrung gemacht, das eine FB viel gleichmäßiger und ruckfreier bremst, als eine HB, was sich einfach aus der größeren Bremsscheibenfläche der FB, bei gleichem qualitativen Stand, ergibt. Daraus ergibt sich auch die längere "Standzeit der FB. Zudem sind die FB bei mittel bis hochwertigen Rollen besser gekapselt und somit unanfälliger für Verschmutzung.
Auch der Einsatzzweck entscheidet welchen Typ ich benutze. Zum Posenfischen auf Weißfische, Portionsforellen, ect. spielen die oben genannten Nachteile keine große Rolle, aber ich habe schon mehrfach
die Bremsen von HB-Modellen beim Palometta- und Wallerfischen "verglühen" sehen! Dabei verwende ich allerdings fast ausschließlich nur Multis, in seltenen Fällen sehr stabile FB-Modelle.
Zur Einstellung meiner Bremsen,egal ob FB oder HB, kann ich nur sagen das ich diese vor dem Fischen einmal einstelle, und zwar etwas leichter als üblich. Sollte ich den Bremswiderstand im Drill erhöhen wollen, so mache ich dies mit dem Finger am Spulenrand, die feinfühligste und reaktionsschnellste Bremse der Welt! Wie schnell hat man im "Drillstress" die Bremse zu stark eingestellt, was bei einer überraschenden Flucht nicht schnell genug korrigiert werden kann und .....!
Hierfür kamen dann die "Kampfbremsen" auf den Markt, was dies wohl vereinfachte, aber auch die konnten und können den Finger am Spulenrand nicht ersetzen. Deren Einsatzzweck sehe ich daher auch nur in der leichten bis mittleren Fischerei.
Gruß Martin