Ich habe/hatte auch mal mehrere Polbrillen, mittlerweile aber nur noch eine, die fast nicht mehr zur Anwendung kommt. Man sollte die Teile nicht überschätzen. Es kommt eben drauf an, wo man sie einsetzen möchte. In sehr flachen oder sehr klaren Gewässern, kann man die Sichttiefe ins Gewässer damit tatsächlich um einiges erhöhen. Darum haben die ganzen Fliegenfischer an ihren Forellenbächen so ein Teil auch meistens auf.
[Bild ansehen] Nun, mich interessiert Fliegenfischen nun herzlich wenig, trotzdem hab ich früher gerne Polbrillen benutzt. Damals habe ich viel in kleinen flachen Teichen Pirschangeln auf Karpfen betrieben. Da konnte man dann schon manches Mal Schlammwolken von gründelnden Fischen erkennen oder an der Oberfläche langziehende Fische, die man ohne Brille nicht gesehen hätte.
Naja, heute beangle ich die Karpfen (wenn überhaupt) ein bisschen anders und beim Raubfischangeln in meinen größtenteils eher trüben Flüssen und Seen bringt mir eine Polbrille nicht soviel. Klar, die Oberfläche wird entspiegelt, aber großartig unter Wasser gucken kann man am brodelnden Wehrwasser oder wenn die Zander weit draußen an der Strömungskante stehen halt nicht. Da muss man sich so ein Teil, gerade wenn man wie ich nicht der große (Sonnen)brillenfan ist, nicht umsonst aufzusetzen. Oder man halt genau die andere ne andere Einstellung und tuts gerade aus modischen Gründen (manche Polbrillen sehen ja nicht schlecht aus). :-)
Beim oberflächennahen Jerken oder wenn man oft Nachläufer hat, siehts wieder ganz anders aus, da ist eine Polbrille wiederum sinnvoll. Kurzgesagt: Eine Polbrille zu besitzen/dabei zu haben schadet selten, man darf den Effekt halt bloß nicht überschätzen und sollte sich überlegen was man damit vor hat.