Hallo Christian,
vielleicht habe ich hier doch noch ein paar ergänzende Tipps zum Forellenangeln.
Zunächst ist zu sagen, dass Forellen schon in Zuchtanlagen dicht an dicht stehen, also sind sie Gesellschaft gewöhnt. Dieses Verhalten legen sie zunächst auch nicht ab. Du kannst dir dieses Wissen zu nutze machen, in dem Du dort, wo Du den ersten Fisch gefangen hast, getrost den zweiten und dritten Wurf platzierst, denn dort ist auch der Rest der Mannschaft zu vermuten. Die größeren sind aber eher Einzelgänger und in tieferen Regionen zu finden.
Logischerweise sind sie aber darüberhinaus dort zu finden, wo die Bedingungen für sie am besten sind. Als wechselwarme Tiere ist die Temperatur des Wassers ein entscheidender Faktor. Dann ist der Sauerstoff wichtig, und den bindet kälteres Wasser besser. Also, am besten sind Schichten mit einer Temperatur von 12 bis 15° C .
Ausgeprägte Beißzeiten gibt es in den meisten Fällen nicht. Die Forellen sind eigentlich den ganzen Tag über aktiv, allerdings scheinen die frühen Morgenstunden besonders gut für große Fänge zu sein. Zumindest werden dann häufig Kapitale gefangen.
Ist im Sommer ein genug tiefer See in der Lage eine Sprungschicht zu bilden, halten sich die meisten Forellen auch dort auf, und steigen nur früh Morgens und spät Abends zur Nahrungsaufnahme zur Oberfläche.
Es ist aber so, dass sich an den meisten Seen eine ausgeprägte Wärmeschicht nicht bilden kann. Dann sind Einläufe und Springbrunnen die bevorzugten Plätze, weil dort eben Sauerstoff ins Wasser gelangt.
Im Winter schränken die Forellen ihre Aktivitäten deutlich ein, dann stehen sie in Bodennähe und sind nur schwer auszumachen. Untiefen, Scharkanten, Wassereinläufe und Eiskanten, bei nicht ganz geschlossener Eisdecke, sind im Winter die Hotspots.
Zum Köder ist zu sagen, dass der Angler Thomas Gebhard den Fang von 3028 Forellen ausgewertet hat.
Davon 1043 mit Forellenteig
555 mit Maden
487 mit Tebo-Larven gefangen.
Den Rest teilten sich die übrigen Köder einheitlich untereinander.
Zur Methode ist zu sagen, dass Experimentierfreudigkeit sich auszahlt. Nichts muß, alles kann. (Alles natürlich in seinem Rahmen) Sowohl was die Montage, als auch die Tiefe des zu führenden Köders angeht. Ob mit Sbiro oder Schwimmermontage. Pflicht sollte der Dreifachwirbel und das 0,80 m bis 1,60 m lange Vorfach sein. Hakengröße, je nach Gegebenheit, 6er bis 12er, dünndrahtig.
Wenn die Forellen nicht beißen wollen, muss man mit dem Köder und der Tiefe experimentieren. Es gibt leider auch hier keine Faustregeln, wann was funktioniert.
Es gibt dann auch noch die Methode über dem Grund mit sinkendem Spiro zu angeln. Das geht mit Schwimmteig und hier kann man eine kleine selbstanschlagende Montage erfolgreich einsetzen.
Alles hier aufzuführen würde aber noch viel länger dauern, es gäbe da noch viel mehr zu erwähnen über Grundlagen und Methoden. Deswegen hat meine Ausführung auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ist ja auch kein Wissenschaftliches Forum
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