Räuchern - eine leckere Art der Fischzubereitung...aber wie?
Hier eine kurze Anleitung, unterteilt in verschiedene Themen.
Hierbei wird der Gelegenheitsräucherer angesprochen und nicht
der Profi, mit z.B. gemauertem Räucherofen.
Welche Fische eignen sich zum Räuchern?
Grundsätzlich eignen sich erstmal alle Fische zum Räuchern,
wobei die fetteren Fischarten den mageren Arten doch
vorzuziehen sind.
Einen Hecht zu räuchern, könnte auf Grund seines geringen
Fettgehaltes eine trockene Geschichte werden.
Übrigens eignen sich auch bereits eingefrorene Fische zum
Räuchern, allerdings müssen diese aufgetaut werden.
Das Auftauen kann auch während des Beizens in der Lauge
erfolgen. (Rezept für Lauge siehe unten)
Wie setze ich die Räucherlauge an?
Hier scheiden sich die Geister und jeder "Räuchermeister" hat da sein eigenes Rezept.
Mein Rezept ist nur eine Empfehlung und Ihr könnt gerne rumprobieren und Euer eigenes Rezept kreieren.
Im Schnitt brauchst du etwa 1-2 Liter Lauge pro kg Fischgewicht
Pro Liter Räucherlauge brauchst du folgende Gewürze:
- 80g feines Salz
- 1geh. EL Kräuter der Provence getrocknet
- 1 gestr. EL italienische Kräuter
- 4 zerdrückte Wacholderbeeren
- 1 gestr.TL Knoblauchpulver
- 8 grob zerdrückte schwarze Pfefferkörner
- 1 mittlere Zwiebel in dickeren Ringen
Gehen wir von 4 Litern aus, nimmst du ca. 500-700ml Wasser in einen Topf und schmeißt die ganzen Gewürze bis auf das Salz dort rein.
Kurz aufkochen (ca. 5 Min. mit Deckel köcheln lassen), dann auf der abgeschalteten Platte abkühlen lassen.
Das abgewogene Salz im restlichen kalten Wasser auflösen und dem abgekühlten Sud samt Kräutern zugeben.
Wie bereite ich die Fische vor?
Ausnehmen ist klar, allerdings solltet Ihr dabei sehr sorgfältig vorgehen.
Unbedingt die Kiemen (außer beim Aal, diese sehr sorgfältig spülen
und ausdrücken bis kein Blut oder Schleim mehr kommt) und die Niere
entfernen. Bei Fischen, die vor dem Räuchern eingefroren wurden, wird dies
unbedingt VOR dem Einfrieren erledigen!
Die sauberen Fische in einen großen Eimer mit dicht schließendem Deckel legen und mit der kalten Räucherlauge übergießen.
Die Fische müssen alle bedeckt sein, falls nicht, einfach Salzwasser (8g Salz pro 100ml) nachgießen.
Mit der Hand einmal gut durchrühren, damit auch die Luftblasen aus den Bauchhöhlen entweichen können
und das ganze Fleisch mit der Lauge Kontakt hat.
Einen passenden Teller oder ähnliches auf die Fische legen und etwas beschweren.
Im Sommer bieten sich dafür 2-3 Kühlelemente an.
Deckel dicht verschließen und an einem kühlen Ort ca. 8-10 Stunden (am Besten über Nacht) ziehen lassen.
Anschließend Fische rausnehmen, gut abspülen und restlichen Schleim entfernen (geht jetzt gut, da das Salz den Schleim gelöst hat).
Bei Aalen unbedingt die Kiemen noch einmal gut ausdrücken und ausspülen!
Fische einigermaßen abtrocknen, auf die Räucherhaken ziehen und ca. 1-2 Stunden zum Trocknen
an einem luftigen Ort aufhängen, wobei sich die Fische nicht berühren sollten. Vor Insekten schützen!
Welche Haken Ihr verwendet, bleibt Euch überlassen.
Im folgenden Bild seht ihr ein paar Modelle, wobei ich Modell 1) bevorzuge!
Als Energiequelle verwende ich gute Holzkohlebriketts...vergesst die Sache mit dem Holz zum Heizen!
Den Glutkasten mit den Briketts füllen und anzünden, besser jedoch die Briketts in einem Grill anzünden,
warten bis der Anzünder verbrannt ist und sich eine leichte Glut gebildet hat, dann etwa halb in den Ofen schieben und
ganz(!) durchglühen lassen. Dabei leicht den Deckel öffnen (Kaminwirkung).
Hat sich eine durchgehende weiße Ascheschicht auf den Briketts gebildet,
kann es losgehen! Fische in den Ofen hängen (sie dürfen sich nicht berühren!) und ab dafür!
Worauf muss ich beim Räuchervorgang achten?
Zuallererst...ab jetzt ist ständige Anwesenheit am Ofen erforderlich, da ein einziger runter gefallener und verbrannter Fisch den ganzen Ofeninhalt versaut! Wachsamkeit ist dringend anzuraten.
Wir unterscheiden die Garphase und die Räucherphase.
Zuerst müssen die Fische gegart werden, was bei einer Temperatur zwischen mindestens 70°C und maximal 90°C erfolgt.
Dazu ist ein Thermometer (gibt’s bei Askari) unabdingbar! Gegebenenfalls z.B. bei einem Teleskopofen nachrüsten!
Beim Garen den Deckel nicht ganz schließen, damit entstehender Dampf abziehen kann. Schließlich wollen wir die Fische nicht dampfgaren oder dünsten.
Die Temperatur kann durch weiteres Öffnen des Deckels oder der Feuerlade reguliert werden.
Falls zu wenig Wärme da ist, kann man Briketts oder Holzkohlestückchen nachlegen, aber nicht übertreiben!
Nach ca. 35-40 Minuten sind die Fische durchgegart und man kann mit dem eigentlichen Räuchern beginnen.
(Ein Anzeichen dafür, daß die Fische gar sind, ist, wenn sich die Bauchlappen spreizen oder z.B. bei der Forelle sich die Rückenflosse leicht rausziehen lässt.)
Dazu die Glut im Feuerkasten mit Räuchermehl (Buche, Erle oder handelsübliches Räuchermehl z.B. von Askari) großzügig abdecken.
Wichtig dabei ist, dass das Mehl sauber (keine Ölrückstände z.B. vom Kettenfett der Kettensäge oder gar Schimmel)
und auch trocken ist. Niemals Eichenmehl verwenden, da zu viel Gerbsäure enthalten ist und auch Birke ist nicht besonders geeignet, da der Teergehalt hoch ist.
Die Temperatur sollte jetzt absinken und zwischen 50°C und 55°C liegen, Deckel und Feuerlade geschlossen halten, es sei denn es wird zu warm.
Es sollte eine ständige Rauchatmosphäre im Ofen herrschen, gegebenfalls Räuchermehl nachlegen.
Nach ca. 60-90 Minuten sollten die Fische eine schöne goldbraune Farbe haben und fertig sein. Falls sie zu hell erscheinen, einfach nochmal 30 Minuten in den Rauch geben.
Nochmal...sehr wichtig ist die niedrige Temperatur von um die 50°C!
Wenn die Fische fertig sind, könnt Ihr sie im offenen Ofen (Feuerkasten rausnehmen!)
oder an einem anderen luftigen Ort auskühlen lassen.
Ihr könnt sie leicht ofenwarm essen, ganz auskühlen lassen oder auch erst am nächsten Tag futtern, wobei sie da besonders lecker sind, da sie dann richtig durchgezogen sind. Allerdings niemals einen Räucherfisch kühlschrankkalt essen, da hier jede Menge Geschmack flöten geht.
Und nun...gutes Gelingen und noch besseren Appetit!
Autor: rstfeeling
Bilder mit freundlicher Genehmigung der ASKARI Sport GmbH {Dieser Link ist nur für registrierte Benutzer sichtbar. }
... Schwarzangeln ohne Papiere mit hohen Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren geahndet (§ 293 Nr. 1 und 2 StGB) wird?
Information
Übergabe A&A Anglerforum Sehr geehrte Forumsteilnehmer,
liebe User,
wie Ihr ja seit einigen Wochen hier sehen konntet wird von den bisherigen Forenbetreibern Fisher und Wassermann aus Zeitgründen ein neuer Verantwortlicher für unser geliebtes A&A Angelforum gesucht.
Nach langer und reiflicher Überlegung habe ich mich nun entschlossen diese Nachfolge anzutreten und das Forum zu übernehmen.
Ich mache dies auch in Absprache mit dem bestehenden Forenteam, dem ich ja nun auch schon einige Zeit als Moderator angehöre und daher auch gut mit der "Materie vertraut bin.
Das Moderatorenteam bleibt, außer mir als neuem Administrator, zukünftig in seiner bisherigen Form erhalten, und auch Fisher wird uns beratend zur Seite stehen!
Ich werde versuchen das Forum in seiner bisherigen Form weiterzuführen und den friedlichen und kameradschaftlichen Ton zu erhalten.
Natürlich bin ich dabei auf Eure Mitarbeit und Euer Engagement angewiesen und hoffe das Ihr dem Forum weiterhin treu bleibt!
Auch das Forentreffen soll wieder stattfinden, wobei ich aber noch nicht versprechen kann ob wir dies schon in diesem neuen Jahr 2012 auf die Reihe bringen werden, aber ich arbeite bereits daran!
So wünsche ich Euch ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr und unserem Forum einen reibungslosen Übergang.
In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen und kameradschaftlichen Grüßen und einem kräftigen "Petri Heil!
Euer Martin67