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Angeln mit Wobbler
Der Autor dieses Artikels erklärt auf verständliche Art und Weise die Grundbegriffe des Wobblerangelns.
Hierzu geht erst detailiert auf den Aufbau und die Funktionsweise der Wobbler ein. Anschließend werden zahlreiche Führungsstile beleuchtet.
Was ist ein Wobbler?
Ein Wobbler ist ein künstlicher Köder, der für das Angeln von Raubfischen verwendet wird und dies meist sehr erfolgreich!
Der Köder führt beim Einholen taumelnde Bewegungen aus und soll einen kranken, geschwächten Fisch imitieren.
Für den Erfolg entscheidend ist hier auch die richtige Führung des Kunstköders.
Aufbau und Anwendung
Wobbler gibt es in schwimmenden, schwebenden und sinkenden Varianten und in einer vielfältigen Farbpalette. Sie werden aus Holz oder Kunststoff gefertigt.
Wobbler sind, je nach Größe, entweder aus einem Stück oder auch zwei-, oder dreigeteilt und meist mit mindestens zwei Drillingshaken versehen.
Zum Befestigen der Wobbler bietet sich der Rapalaknoten, oder aber spezielle Karabiner für die Wobblerfischerei an, die im Fachhandel zu finden sind.
Mit Hilfe einer Tauchschaufel am Vorderteil tauchen schwimmende Wobbler, außerdem wird die wobbelnde Bewegung maßgeblich von der Tauchschaufel beeinflusst. Je nach Form der Tauchschaufel sind Wobbler Flach- oder Tiefläufer.
Moderne Wobbler beherbergen in ihrem Inneren oft auch mehrere kleine Metallkügelchen.
Diese stoßen aneinander, wenn sich der Wobbler unter Wasser in Bewegung setzt und sorgen so für Geräusche, die die Aufmerksamkeit der Raubfische auf den Köder ziehen soll. Bei klarem Wasser und an sonnigen Tagen, sollten die Wobbler dezente Naturfarben haben, bei trübem Wasser und regnerischen Tagen sind grelle Schockfarben (neon gelb, rot, orange) geeignet.
Schaufelformen
- kleine, eher vertikale Schaufel = Flachläufer
- große, fast horizontale Schaufel = Tiefläufer
- breite, rundliche Schaufel = ausladende aggressive Bewegung
- schmale, länglich ovale Schaufel = dezentere Bewegung
Weiterhin gibt es seit einiger Zeit auch Wobbler ohne Tauschaufel, sogenannte Jerks, die ihre Bewegungen überwiegend über die Rutenführung erfahren.
Jerkbaits werden in zwei Kategorien eingeteilt: die Glider, die man mit guter Führung zu einem schönen zick-zack bewegen kann, und die Diver oder Pullbaits, die bei Zug abtauchen und gerne in längeren Zügen (Pulls) gefischt werden, obwohl sie teilweise auch bei den typischen kurzen Rucken ein gutes Spiel entfalten können.
Führung des Wobblers
Generell kann gesagt werden, dass der Wobbler abwechslungsreich, mal schneller, mal langsamer und auch mit Spinnstopps geführt werden sollte.
Die ideale Geschwindigkeit variiert auch von Modell zu Modell, so dass dies im flachen Uferwasser vor dem ersten Wurf erprobt werden sollte.
Dabei wird schnell gesehen, wann und wie der Wobbler am verlockendsten läuft.
Siehe hierzu auch den Thread A&A-Anglerforum / Raubfischangeln / Sonstiges Raubfischangeln / Wobblerführung
Der Jerk macht hier, wie oben bereits erwähnt, die Ausnahme.
to jerk (englisch) [dschörk] = schnellen, ruckweise, oder plötzlich ziehen, oder stoßen oder rücken.
Das Fischen mit Jerkbaits, auch jerken genannt, ist in letzter Zeit zunehmend populär geworden. Und das nicht ohne Grund: es macht Spaß und ist auch erfolgreich. Kaum ein Spinnfischer, der es nicht mal probieren will.
Im Grunde ist mit jerken einfach eine spezielle Köderführung gemeint, nämlich eine ruckartige und eher langsame Führung. Eigentlich werden die Grundzüge dieser Führung am besten mit einem speziellen Oberflächenwobbler, nämlich dem Popper erlernt.
Es geht vor allem darum, nach dem mehr oder wenigen scharfen Ruck dem Köder genug Freiraum zu geben, sein Spiel zu entfalten. Es wird gewissermaßen kurz in die leicht lockere Schnur geschlagen, wobei der Rhythmus und die Lockerheit der Schnur je nach Köder variiert.
Am besten wird dies auch erst einmal vor den Füßen ausprobiert, denn auch hier gilt wieder: Jeder Köder ist etwas anders und jeder Angler hat andere Vorstellungen davon, was ein gutes Köderspiel ist.
Die "klassische" Methode beim jerken ist es, die Rute auf den Köder zu richten und mit Abwärtsbewegungen zu operieren, von Hüfthöhe auf Kniehöhe runter, bis zur Wasseroberfläche oder seitwärts.
Ich führe die Rute aber lieber klassisch seitwärts und bis jetzt habe ich die Köder auch so zum Leben erweckt. Hier gilt einfach, wer fängt hat recht.
Auch ganz normale Wobbler lassen sich mit dieser Köderführung sehr interessant führen, so dass sie wie kranke, sterbende Fischchen wirken. Man spricht dabei dann vom twitchen.
Auch die oft gehörte Meinung, nur ein Wobbler mit eher kleiner Schaufel eigne sich zum twitchen ist falsch, selbst ausgesprochene Tieftaucher, wie der Shad Rap können hervorragend und sehr erfolgreich getwitcht werden, einfach mal ausprobieren.
Gerät zum Wobblerfischen
Hierbei werden in aller Regel etwas härtere (WG je nach Ködergröße) Ruten verwendet, um den Widerstand, den die voluminösen Wobbler im Wasser erzeugen, überwinden zu können, ohne dass die Rute schon davon durchbiegt.
Dazu kommt, dass diese Köder vom Raubfisch auch sehr fest zwischen den Zähnen festgehalten werden, und um hier den Haken setzen zu können, muss schon ordentlich „Zug“ im Anhieb sein!
Als Rollen sollten hier, wie beim übrigen Spinnfischen auch, Stationär- oder Multirollen von besserer Qualität zum Einsatz kommen, da die Belastung durch das ständige Werfen und Einkurbeln recht hoch sein kann.
Als Schnur kommt bei mir nur geflochtene in Frage, allein schon wegen des direkten Ködergefühles.
Der Durchmesser richtet sich hierbei nach den verwendeten Ködern und Zielfischen, wobei dieser zwischen Ø 0,08 bis Ø 0,17 liegen dürfte.
Selbstverständlich sollte dabei auch ein Stahl- oder Titanvorfach, sowie kräftige Karabiner und Wirbel benutzt werden, wie bei der übrigen Spinnfischerei auch!
Gerät zum Jerkbaitfischen
Die ganze Spezialausrüstung, also die kurze, kräftige Rute und die Multirolle wird vor allem für die größeren und schweren Köder gebraucht, welche für Hechte gedacht sind. Das hat weit weniger mit der Köderführung zu tun, als mit den schlichten Dimensionen dieser Köder. Die Ruten eignen sich entsprechend auch für andere Großköder, meist amerikanischer Herkunft, Bucktails (große Spinner), große Shads und sehr große Oberflächenköder.
Auch die Notwendigkeit einer Multirolle liegt vor allem im Ködergewicht begründet.
Demzufolge die Technik des Jerkens auch mit den oben genannten, gewöhnlichen Spinnruten und darauf abgestimmten Ködern durchgeführt werden. Jedem Anfänger auf dem Gebiet würde ich empfehlen, mal einen Wobbler (z.B. Husky Jerk!) mit seinem normalen Gerät in der beschriebenen Weise zu führen, wenn das erfolgreich ist und Spaß macht, kann immer noch aufgerüstet werden.
Was dann das weitere Zubehör betrifft, sind zwei Sachen zu beachten: Es sollte eine geflochtene Schnur von mindestens 20Kg Tragkraft und ein sehr robustes Vorfach verwendet werden.
Hierbei verwende ich fast ausschließlich ein Titanvorfach, welches sich durch seine Lebensdauer bald bezahlt macht, spätestens wenn der erste Köder am verkringelten Stahlvorfach verloren wird.
Klassisch ist auch die Spinnstange (ein einfädiger Draht), die es mittlerweile auch als Titanausführung gibt.
Autor: Maro68
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