Alsoooooooo ....
ich hab die letzten 2-3 wochen folgende Erfahrungen gemacht, wobei ich gleich dazusagen muss, ich habe ca. 10-15 Zander gefangen, aber kein einziger war massig (alle zwischen 40 und 50 cm). Doch ich denke meine Erfahrungen lassen sich auf maßige Exemplare übertragen.
Köder: Barsche, 5-7 cm lang, tot.
Montage: feine, schlanke Pose, gut ausgebleit, wenns möglich war so in der Tiefe eingestellt, dass der Köfi etwa 50 bis 100 cm ÜBER Grund war.
Anködern: Einzelhaken, relativ klein, Monofilvorfach, und den Barsch so am Rücken eingehakt, dass er in "natürlicher Schwimmstellung" im Wasser liegt.
Extra Trick: 15 cm oberhalb Haken ein 2 Gramm Bleischrot aufgeklemmt, und die Pose auf der Hauptschnur laufend mit Schnurstopper. Dann kann man eine Rute auslegen und "warten", während man mit der zweiten Rute weit auswerfen kann, KöFi absinken lassen, 15-30 sekunden warten - dann etwas einholen, nur 1-2 meter, wieder absinken lassen, 15-30 sekunden warten, wieder etwas einholen .... usw. So kann man wunderbar mit totem KöFi für "leben" sorgen, und ich habe mit der "aktiven" Methode mit Abstand die meisten Bisse bekommen, meist direkt nach dem Absinken des Köderfisches. Und man kann eine ordentliche Fläche nach Zandern absuchen.
Auf die Methode kam ich per Zufall, hatte beim Ausnehmen meiner auf Wurm gefangenen Barsche bemerkt, dass diese fast alle (scheinbar als Hauptnahrung) kleine Jungbarsche im Magen hatten. Dann wollte ich mit der Methode auf Barsche angeln, und wende diese Methode nun seit 3 Wochen an.
Gefangen hab ich damit nun die besagten 10-15 Zander, etwa 10 ganz gute Barsche, 5-6 Hechte zwischen 45 und 55 cm sowie 1 maßigen mit 60 cm, 1 Döbel mit 45 cm, und einen Aal (noch bei Tageslicht am frühen Abend) mit 88 cm und ca. 1,5 kilo (er war wirklich armdick! mein grösster je gesehener und gefangener Aal).
Ich angle seither nur noch so und horte reichlich mini-Barsche
Viel Erfolg beim nachmachen wünsch ich!
Ah: Ich habe in meinem Aquarium zuhause nen Trupp Barsche (8 Stck, 20 cm lang) schwimmen, welche ich ab und zu mit Minibarschen füttere. So konnte ich deren Fress- und Raubverhalten wunderbar studieren. Barsche werden als "Opfer" wegen ihrer Rückenflosse ausnahmlos Kopf voran geschluckt. sitzt dann am Rücken ein nicht allzugrosser Haken, geht der Anhieb eigentlich NIE ins Leere. Ich habe nicht einen einzigen Anhieb versemmelt.
Und die Hechte habe ich alle mit dem Monofil Vorfach gelandet, ohne dass auch nur ein einziger die Schnur durchgesäbel hat. Beim Drill eben vorsichtig sein.
Zeit zwischen "Pose taucht ab" und Anhieb: stets ca. 1 Minute, und vor dem Anhieb langsam "auf Tuchfühlung" gehn, um sicher zu stellen, dass beim Anheben der Rute die Schnur auch gleich gespannt ist. Keine wilde, blinde Anhauerei. Hat ein guter Fisch den Köder gepackt, ist es überflüssig, schnell und hektisch anzuhauen wie ein wilder, und dabei mit nem Schnurbogen etwas zu vergeigen. Lieber Schnur langsam straffen, Schnurbogen beseitigen, und dann mit Gefühl "eins draufgeben". Klappt immer.
Viel Erfolg!