18.06.2010, 18:53
Von den zahlreichen Unternehmungen, über die Wiedereinbürgerung des Lachses habt Ihr sicher schon in den
Medien gelesen. Doch ist es nicht damit getan, nur Fische auszusetzen, sie müssen auch vernünftige Lebensräume zur
Verfügung haben.
Durch den verstärkten Bau von Kläranlagen, hat sich in den letzten 3 Jahrzehnten die Wasserqualität um einiges verbessert.
Ich erinnere noch kurz an den letzten großen Chemieunfall bei Sandoz in Basel, der doch damals erhebliche Spuren hinterlassen
hatte. Es hat aber auch dazu geführt, dass ein Umdenken stattgefunden hat und der Konzern sehr bemüht war, den Schaden
wieder soweit wie möglich zu minimieren. Meiner Meinung nach, wurden durch diesen Zwischenfall doch große Teile der Bevölkerung
aufgerüttelt und auch in politischen Ebenen begann ein Umdenkprozess. Der Gewässerschutz hat einen höheren Stellenwert
bekommen.
Am Rhein ist diesbezüglich schon einiges im Gange, was die Verbesserung der Durchgängigkeit der Wanderwege unserer
Salmoniden angeht. In Iffezheim wurde eine der größten, mir bekannten, Fischtreppe gebaut und mit entsprechenden
Einrichtungen zur Erforschung der Wanderbewegungen unserer Süßwasserfische eingerichtet. Es wird aber nicht nur im dunklen
Kämmerlein geforscht. Nein, man hat es auch für die Bevölkerung möglich gemacht, sich das ganze anzuschauen und so der breiten
Masse Einblick in die Lebensweise der Fische ermöglicht.
Auch im Wiesental schreitet die Verbesserung des Lebensraumes
voran. So wurde im Bereich Maulburg, nach dem letzten Hochwasser, ein Streckenabschnitt der Wiese wieder teilweise renaturiert. Zurzeit
ist man in Lörrach damit beschäftigt, weitere
Renaturierungsmaßnahmen durchzuführen.
Auch bei der Gestaltung von Neubaugebieten und im Straßenbau wird immer mehr die natürliche Gestaltung von vorhandenen
Fließgewässern zur Bedingung gemacht.
Langsam macht sich doch ein Umdenken in der Bevölkerung breit und der Lebensraum Wasser gewinnt an Bedeutung. Nicht zuletzt dient
ja eine entsprechende Gestaltung der Flussläufe auch dem Hochwasserschutz und kann einen wertvollen Beitrag leisten,
größere Schäden zu vermeiden. Also hat das ganze auch durchaus einen finanziellen Aspekt.
Das jüngste Beispiel wo ein Energiekonzern Gelder in den Gewässerschutz investiert hat, ist die neue Fischtreppe in Fröhnd im
Oberen Wiesental. Es geht also doch, Naturschutz und Naturnutzen miteinander zu verbinden.
![[Bild: Fischtreppe_in_Froehnd_1.jpg]](http://forum.aa-anglerforum.de/berichte/Gast/Fischlebensraum/Fischtreppe_in_Froehnd_1.jpg)
![[Bild: Wasserkraftwerk_in_Froehnd_2.jpg]](http://forum.aa-anglerforum.de/berichte/Gast/Fischlebensraum/Wasserkraftwerk_in_Froehnd_2.jpg)
Autor: Gast
Medien gelesen. Doch ist es nicht damit getan, nur Fische auszusetzen, sie müssen auch vernünftige Lebensräume zur
Verfügung haben.
Durch den verstärkten Bau von Kläranlagen, hat sich in den letzten 3 Jahrzehnten die Wasserqualität um einiges verbessert.
Ich erinnere noch kurz an den letzten großen Chemieunfall bei Sandoz in Basel, der doch damals erhebliche Spuren hinterlassen
hatte. Es hat aber auch dazu geführt, dass ein Umdenken stattgefunden hat und der Konzern sehr bemüht war, den Schaden
wieder soweit wie möglich zu minimieren. Meiner Meinung nach, wurden durch diesen Zwischenfall doch große Teile der Bevölkerung
aufgerüttelt und auch in politischen Ebenen begann ein Umdenkprozess. Der Gewässerschutz hat einen höheren Stellenwert
bekommen.
Am Rhein ist diesbezüglich schon einiges im Gange, was die Verbesserung der Durchgängigkeit der Wanderwege unserer
Salmoniden angeht. In Iffezheim wurde eine der größten, mir bekannten, Fischtreppe gebaut und mit entsprechenden
Einrichtungen zur Erforschung der Wanderbewegungen unserer Süßwasserfische eingerichtet. Es wird aber nicht nur im dunklen
Kämmerlein geforscht. Nein, man hat es auch für die Bevölkerung möglich gemacht, sich das ganze anzuschauen und so der breiten
Masse Einblick in die Lebensweise der Fische ermöglicht.
Auch im Wiesental schreitet die Verbesserung des Lebensraumes
voran. So wurde im Bereich Maulburg, nach dem letzten Hochwasser, ein Streckenabschnitt der Wiese wieder teilweise renaturiert. Zurzeit
ist man in Lörrach damit beschäftigt, weitere
Renaturierungsmaßnahmen durchzuführen.
Auch bei der Gestaltung von Neubaugebieten und im Straßenbau wird immer mehr die natürliche Gestaltung von vorhandenen
Fließgewässern zur Bedingung gemacht.
Langsam macht sich doch ein Umdenken in der Bevölkerung breit und der Lebensraum Wasser gewinnt an Bedeutung. Nicht zuletzt dient
ja eine entsprechende Gestaltung der Flussläufe auch dem Hochwasserschutz und kann einen wertvollen Beitrag leisten,
größere Schäden zu vermeiden. Also hat das ganze auch durchaus einen finanziellen Aspekt.
Das jüngste Beispiel wo ein Energiekonzern Gelder in den Gewässerschutz investiert hat, ist die neue Fischtreppe in Fröhnd im
Oberen Wiesental. Es geht also doch, Naturschutz und Naturnutzen miteinander zu verbinden.
![[Bild: Fischtreppe_in_Froehnd_1.jpg]](http://forum.aa-anglerforum.de/berichte/Gast/Fischlebensraum/Fischtreppe_in_Froehnd_1.jpg)
![[Bild: Wasserkraftwerk_in_Froehnd_2.jpg]](http://forum.aa-anglerforum.de/berichte/Gast/Fischlebensraum/Wasserkraftwerk_in_Froehnd_2.jpg)
Autor: Gast