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"Ara" Haldenvassdraget
16.09.2008, 11:46 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.09.2008 20:44 von Fisher.)
Beitrag: #1
"Ara" Haldenvassdraget
Hallo zusammen,

vom 25.05.-06.06. haben mein Cousin Pike81 und ich (Mr.Pike) einen Angelurlaub der Extraklasse in Norwegen im Seengebiet Haldenvassdraget erlebt. Der Haldenvassdraget ist eine lang gezogene Seenkette im südöstlichsten Teil Norwegens an der Grenze zu Schweden.

Nach einer Anreisezeit von insgesamt ca. 30 Stunden inklusive Fähre von Kiel nach Göteborg haben wir problemlos unser Ziel erreicht. Da wir jedes Jahr mindestens einen "Angelauslandsaufenthalt" absolvieren, haben wir dementsprechend Erfahrung was die Planung und Vorbereitung einer solchen Reise angeht. Somit hat die Anreise zum See Ara reibungslos funktioniert und es wurde auch nix von der zahlreichen Ausrüstung vergessen.

Wir erreichten unsere Ferienwohnung gegen ca. 12Uhr Nachmittags (20m entfernt vom See). Nach einem kurzen Gespräch mit unserem Vermieter (Tipps und Tricks) konnten wir anschließend unsere Ferienwohnung einräumen. Als das ganze Gepäck ausgepckt und eingeräumt war (ca. 15Uhr) konnte es losgehen...der Hauptzielfisch sollte für die nächsten 2 Wochen der Hecht sein.

Voller Vorfreude und einem genialen Ausbilck stiegen wir in unser 10PS Motorboot und drehten die erste Erkundungsunde.
Nachdem wir die ersten Eindrücke vom See erlangten sollte es dann auch endlich raus zum Angeln gehen. Also packten wir unsere Schleppruten aus und los gings. Es dauerte nicht lange und schon schnappten sich die ersten Hechte unsere Köder und konnten am ersten Abend in 4 Stunden 7 Hechte bis 87cm fangen. Der Anfang war somit gemacht und wir gingen nach einem leckeren Abendessen und vollster Zufriedenheit ins Bett.

[Bild: attachment.php?aid=381]


Ein paar Stunden später klingelte bereits der Wecker (ca. 05.00Uhr).
Aufstehen...ein schnelles Frühstück machen und ab aufs Wasser!!
Um es vorweg zu sagen: Wir zwei sind angelverrückt und unser Motto für unsere Angelurlaube lautet: Eat, sleep, go fishing...

Die Situation am Wasser waf folgende:
12°C Wassertemperatur
Die Hechte haben das Laichgeschäft vor 2 Wochen beendet
Wetterprognose: ansteigende Temperaturen von 20-25°C

Zuhause in Deutschland hatten wir uns fest vorgenommen den Hechten auf alle mögliche Angelarten nachzustellen. Und das haben wir in diesen 2 Wochen auch gemacht:
- Schleppen mit Wobbler und Sideplaner
- Spinnfischen mit Wobbler, Blinker, GuFi, Spinner
- Angeln mit Oberflächen- und Krautködern
- Schleppen mit KöFi an der Pose
- Angeln mit KöFi und Pose

und das haben wir auch getan...jede Methode hat funktioniert und Erfolg gebracht.

Auf Grund der unterschiedlichen Bedingungen in unseren 2 Angelwochen (erste Woche: kalte Nächte und angenehme 20°C tagsüber - zweite Woche: sehr warm 25°) hat es sich im Nachhinein ausbezahlt viel zu probieren.

In der ersten Woche war das Schleppen mit Wobblern eindeutig am besten. Geschleppt wurde mit 4 Ruten und Ködern in Lauftiefen von 1-4m.
Der See ist relativ strukturreich mit vielen Inseln, großen Krautfeldern, flachen Buchten, Unterwasserplateaus aber auch der Freiwasserbreich mit Tiefen bis zu 40m ist relativ groß. Somit war ein abwechslungsreiches Angeln möglich. Die Bisse erhielten wir zumeist im Bereich der abfallenden Kanten.

Das Fangergebnis in der ersten Woche lautete: ca. 80 Hechte (der Größte 98cm) und 4-5 schöne Barsche (super Beifang).

[Bild: attachment.php?aid=382]

In der zweiten Woche wurde das Wetter immer extremer...ständig heiße 25°C und keine Wolke am Himmel...und das in Norwegen...somit stiegen die Wassertemperaturen von 12 auf über 20° in 5 Tagen.

Un dennoch Bissen die Hechte...unglaublich.
Allerdings feierten wir nun unsere Erfolge vermehrt beim Spinnfischen in der Abenddämerung direkt in und an den Krautfeldern. Teileweise folgte Biss auf Biss. An den Krautfeldern waren jedoch auch viele kleinere Exemplare...aber auch die ganz Großen. Unsere Vermutung lautete: Die großen ziehen Abends vom tiefen Wasser ins Kraut um die zahlreichen kleinen Hechte zu fressen. Spätetestens nach dem Fang eines Hechtes mit 94cm sollte sich unser Verdacht bestätigen, als wir beim lösen des Kunstköders bemerkten, dass aus dem Maul des Großen noch eine Schwanzflosse eines ca. 40cm Hechtes raussschaute.

Als Fazit kann man sagen: der Hechtbestand ist gigantisch und der Bestand an großen Barschen fast noch besser. In einer recht kurzen Angelzeit auf Barsch fingen wir 5 Stück über 40cm.

[Bild: attachment.php?aid=383]

In 2 Wochen fingen wir knapp 200 Hechte und 10-15 Barsche.
4 Meterhechte (115cm 111cm 109cm 107cm)
ca. 30 Hechte über 80cm

Entnommen und verspeist haben wir nur die Fische, welche durch unsere Köder verletzt waren.

Der See ist wirklich fantastisch, abwechslungsreich und war auf jedenfall eine Reise wert. Der große Vorteil ist, dass der Ara so gut wie keinen Befischungsdruck kennt..außer uns angelte an dem 8km langen See max. 1-2 Boote.

Als passionierter Angeler ist solch ein Angeln ein wahrer Genuß und ich kann es nur jedem empfehlen eine Reise ins Ausland zu machen. Es lohnt sich wirklich und mit ein bißchen Erfahrung sind tolle Fänge möglich.

[Bild: attachment.php?aid=384]

Aus diesem Grund planen wir zwei auch schon unsere nächste Angelreise.
Wer Lust auf ein anglerisches Abenteuer mit vielen Fischen hat, darf sich gerne mal bei mir melden. Für nähere Infos bin ich gerne bereit. Bei Interesse besteht auch durchaus die Möglichkeit sich unserer Angelgruppe nächstes Jahr anzuschließen,

bis dahin Petri Heil

Joachim


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